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„Es war ein emotionales Spiel“

Lewandowski setzt sich ein Denkmal und sorgt für Gänsehaut-Moment

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„In dem Moment musst du einfach deine Sache machen, fokussiert bleiben und Ruhe bewahren.“ Mit diesen fast schon unaufgeregt wirkendenden Worten beschrieb Robert Lewandowski den Augenblick, als er beim Gastspiel des FC Bayern am 33. Spieltag der Saison 2020/21 in Freiburg zum Elfmeter anlief. Dabei war es ein historsicher Moment. Schließlich war der anschließende Treffer sein 40. Saisontor, womit der Pole einen fast 50 Jahre alten Rekord einstellte.

Wir haben Lewandowsi an diesem historsichen Tag begleitet und ihn genau beobachtet:

1971/72 erzielte der legendäre Gerd Müller 40 Tore in einer Spielzeit. Ein Rekord, der lange als unerreichbar galt – bis zum 15. Mai 2021. „Ich kann noch nicht fassen, was mir gerade gelungen ist“, sagte der 32-Jährige nach dem 2:2 im Breisgau völlig überwältigt von diesem „legendären Rekord“. In der großen Anerkennung und Bewunderung für den Bomber jubelte Lewandowski anschließend mit einem Shirt, das Müllers Gesicht und die Worte „4 EVER GERD“ zeigte – ein absoluter Gänsehaut-Moment. „Es war ein emotionales Spiel und auch die Vorbereitung auf das Spiel war die ganze Woche schon emotional“, meinte der Toptorjäger weiter.

Rekord lässt Lewandowski nicht kalt

Dass dies keine leeren Worte waren, merkte man vielleicht in der 78. Minute, als Lewandowski zwei riesige Chancen liegen ließ, die er normalerweise im Schlaf verwertet. „Menschlich“ bezeichnete dies Thomas Müller und auch Lewandowski grämte sich nicht wirklich. „Vielleicht kann man so einen Rekord nicht an einem Tag brechen und neu aufstellen“, meinte er angesichts des verpassten 41. Tores und damit der alleinigen Bestmarke.

Der Saisonverlauf zeigt, wie das Torekonto der beiden Ballermänner stetig wuchs. Gerd Müller erzielte seinen 40. Treffer schon am 32. Spieltag, Robert Lewandowski am 33.

Großes Lob und Bewunderung von allen Seiten

Schon mit dem geteilten Rekord hat sich Lewandowski endgültig in den Geschichtsbüchern verewigt und gehört zu den besten Stürmern aller Zeiten. „Vor sieben Jahren haben wir ihn ablösefrei zum FC Bayern geholt, und er wurde einer der wertvollsten Spieler unserer Vereinsgeschichte“, schwärmte Karl-Heinz Rummenigge, einst selbst ein Weltklasse-Stürmer der noch mit Gerd Müller zusammenspielte. „Ich weiß, dass Gerd Robert diesen Tag von Herzen gönnt. Beide sind Stürmer, die in der Geschichte des Fußballs herausstechen“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Mehr Tore als ein Drittel der Liga

Wie beeindruckend die Leistung von 40 Toren in einer Saison durch einen Spieler ist, verdeutlicht auch der Fakt, dass in der bisherigen Spielzeit sechs Bundesligisten weniger Tore erzielten. Und so ist es wenig verwunderlich, dass Lewandowski von der gesamten Liga Glückwünsche und auch Bewunderung bekam. „Er ist der beste und flexibelste Mittelstürmer dieser Epoche“, sagte beispielsweise Freiburgs Trainer Christian Streich und sein Kapitän Christian Günter fügte an: „Er ist für mich über Jahre hinweg der beste Stürmer auf dem Planeten. Er ist außergewöhnlich. Das Schöne ist, dass er auch ein herausragender Typ ist.“

Wir haben die Saisonverläufe von Lewandowski und Müller genau analysiert:

Nun ist also das vollbracht, worauf seit Wochen hingefiebert wurde. „Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffen könnte, mit Gerd Müller einen Rekord zu haben. Ich bin sehr stolz und kann es noch gar nicht glauben. Ich brauche noch etwas Zeit“, sagte Lewandowski zum Abschluss. Diese Zeit bekommt er nun, bis kommenden Samstag. Dann hat er im Heimspiel gegen Augsburg zum Saisonabschluss die historische Chance, den Rekord auszubauen und ihn sich alleine zu schnappen.

Hier lest ihr weitere Stimmen zu diesem unglaublichen Rekord:

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