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Giovane Élber und die Friedenstaube

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Die Anschläge vom 11. September 2001 bewegten die Menschen weltweit. Wer damals die schrecklichen Bilder aus New York sah, für den wurde vieles nebensächlich – auch Fußball. Das ging auch den damaligen Profis des FC Bayern nicht anders. Unmittelbar nach dem Ereignis, das den Verlauf der Weltgeschichte spürbar verändern würde, fiel es ihnen, wie auch Millionen weltweit, schwer, wieder zum Alltag überzugehen.

Élber: „Wir mussten spielen"

„In der Kabine, im Hotel, haben wir nur über die USA geredet - aber wir mussten spielen", blickte Giovane Élber gut 20 Jahre später in einem Interview mit dem Clubmagazin „51" auf die Tage nach den Anschlägen zurück. Bereits am Wochenende darauf war der deutsche Rekordmeister wieder in der Bundesliga gefordert: Gegner war der SC Freiburg, Bayern gewann 1:0 durch ein Tor des Brasilianers – und der nutzte dies, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

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Elber verfolgt die Flugkurve des Balls zum 1:0 gegen Freiburg - doch richtig jubeln konnte der Brasilianer nicht.

„Eigentlich hatte ich gar keine Lust auf Fußball, aber ich konnte ja auch nicht nichts machen, wenn ich ein Tor schieße. Und dann habe ich eine Friedenstaube gemacht", erklärte Élber seine spontane Geste, bei der er mit seinen Händen einen fliegenden Vogel imitierte. Mit dieser Aktion sprach der Angreifer wohl allen Zuschauern im Olympiastadion und allen Fans der Bundesliga aus dem Herzen. Es war das passendste Zeichen, das Élber in diesen Tagen fernab jeglicher Normalität setzten konnte.

In der Rubrik „Da schau her" stellt fcbayern.com Fundstücke aus dem Fotoarchiv vor. Darunter auch eine weitere besondere Begegnung mit dem SC Freiburg:


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