Alphonso Davies, Ryan Gravenberch, FC Bayern

Ein paar Prozent fehlten: Jetzt Energie aufladen für Inter

Text vorlesen
icon
Schrift vergrößern
icon

Die Antworten auf die Fragen bei der Pressekonferenz am Samstagabend fielen bei Julian Nagelsmann auffällig kurz und knapp aus. Es war ein weiteres deutliches Indiz dafür, dass der Cheftrainer des FC Bayern - gelinde gesagt - schon mal bessere Laune nach einem Spiel hatte.

„Ich will immer gewinnen, deshalb bin ich angespannt", erklärte er allen, die das nicht bemerkt hatten. Das 1:1 bei Union Berlin war seiner Meinung nach zwar „nicht ganz unverdient für beide Teams", aber glücklich machte es beim FCB selbstverständlich auch niemanden.

Chancen bleiben ungenutzt

22-union-fcb-030922-mel

Immer wieder rannte der Rekordmeister auf das Union-Gehäuse zu, zu oft gelang es den aufopferungsvoll kämpfenden Eisernen , dieses zu verteidigen. Saisonübergreifend ist Union nun seit zwölf Bundesliga-Spielen ungeschlagen. Nicht nur Thomas Müller weiß: „Die stehen nicht aus Zufall da oben."

Der Hauptgrund dafür, dass nicht mehr als der Ausgleich von Joshua Kimmich (15.) heraussprang, war schnell ausgemacht. Sheraldo Becker hatte Union in Führung gebracht (12.). Tenor in der Nachbetrachtung bei Spielern und Coach: Bei den guten Möglichkeiten, die durchaus da waren, fehlten dieses Mal ein paar Prozent vom bisher so hohen Energielevel.

„Natürlich waren wir der Führung, gerade in der zweiten Halbzeit, näher. Das Energielevel war leider nicht auf dem Niveau wie zuletzt, das kommt aber vor. Union verteidigt leidenschaftlich. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei riesige Chancen, in der zweiten Halbzeit hatten wir zwei Top-Situationen, die wir nicht ideal ausspielen", analysierte Nagelsmann.

Kampfgeist sticht heraus

Was allerdings sehr wohl gefiel, war wie die Bayern kämpferisch agierten. Exemplarisch sei dafür Marcel Sabitzer erwähnt, der besonders gut dagegenhielt. Sieben von 14 Zweikämpfen entschied er für sich, er gewann vier von acht Luftduellen und verbuchte neun Ballgewinne. Auch Matthijs de Ligt und Benjamin Pavard verdienten sich defensiv Bestnoten.

Offensiv prallten sie allerdings wie ihre Teamkollegen zu häufig vom „eisernen" Abwehrblock ab, wie auch Müller erkannte: „Im letzten Pass hatten wir zu oft eine kleine Unsauberkeit drin. Dann spielst du nur Unentschieden. Du kriegst nichts geschenkt. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, aber kein super Spiel, mit dem wir top zufrieden sein können, das lag aber auch mit am Gegner."

Fokus jetzt auf Inter

Am Mittwoch heißt dieser nun Inter Mailand. Erst heißt es regenerieren, beziehungsweise Akkus aufladen, damit das Energielevel wieder stimmt, dann wieder fokussieren für den FCB auf den Start in die Champions League.

De Ligt, der aus der Serie A von Juventus Turin kam, betont: „Es ist ein schwieriger Gegner für uns. Inter ist ein Team mit viel Erfahrung, sie haben physisch sehr starke Spieler. Sie spielen immer gleich, im 3-5-2, mit zwei Stürmern. Wir müssen es gut machen."

Die Stimmen zum Spiel gegen Union:


Themen dieses Artikels

Diesen Artikel teilen

Weitere news