Die FC Bayern Frauen bejubeln ein Tor im Supercup gegen den VfL Wolfsburg.
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Alles Wissenswerte zum Eröffnungsspiel

Auftakt in der Alten Försterei: Diese Statistiken geben Selbstvertrauen vor dem Bundesliga-Auftakt

Das Warten hat ein Ende, es kann endlich wieder losgehen! Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt samt Supercup-Triumph wartet auf die FC Bayern Frauen am Freitagabend (18:20 Uhr im Liveticker auf fcbayern.com) die erste Auswärtsprüfung der Spielzeit 2026/27. Zum Bundesliga-Eröffnungsspiel führt die Reise in die Hauptstadt, genauer gesagt ins Stadion an der Alten Försterei. Welche Argumente dafür sprechen, dass die Münchnerinnen bei den Köpenickerinnen bestehen, und welcher vereinseigenen Bestmarke die Mannschaft von Cheftrainer José Barcala nacheifert, verraten die Zahlen und Fakten zum Auftakt in Köpenick.

Bayerische Bilanz mit Berliner Beipackzettel

Linda Dallmann wird von zwei Unionerinnen verfolgt.
In der vergangenen Saison sicherten sich die Münchnerinnen dank des 3:2-Erfolgs in der Alten Försterei vorzeitig die Deutsche Meisterschaft. | © FC Bayern / Eva Dippold

In den beiden bisher einzigen Bundesliga-Duellen mit den Eisernen behielt die Mannschaft um Kapitänin Glódís Perla Viggosdottir jeweils die Oberhand, zunächst mit einem souveränen 4:0 vor heimischer Kulisse, im April diesen Jahres mit einem knapperen 3:2 in Berlin. Doch wer daraus eine Einladung zum nächsten Erfolg über Union lesen möchte, sollte den Berliner Beipackzettel nicht übersehen. Denn den Aufsteigern der Vorsaison gelang im Rückspiel ein bemerkenswertes Kunststück, das in der deutschen Beletage in der vergangenen Spielzeit sonst keinem Team vorbehalten war: Die Köpenickerinnen trafen als einzige Mannschaft der vergangenen Spielzeit mehrfach in einer Partie gegen die Münchnerinnen. Die Bayern mögen also die bessere Bilanz besitzen, Union aber hat bewiesen, dass selbst eine scheinbar fest verriegelte Münchner Abwehrtür bisweilen einen Berliner Schlüssel findet.

Ein Auftakt ohne Niederlage

Zum Auftakt der vergangenen Spielzeit feierten die Bayern einen 2:0-Erfolg über Bayer 04 Leverkusen - vor 57.762 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Allianz Arena.

Wenn die FC Bayern Frauen in den vergangenen zehn Jahren in eine neue Bundesliga-Saison gestartet sind, dann stets mit festem Tritt: Sieben Siege und drei Unentschieden stehen zu Buche. Eine Serie, die auch beim Gastspiel in Köpenick Bestand haben soll. Barcala möchte seine Mannschaft vor der stimmungsvollen Kulisse an der Alten Försterei entsprechend auf die ersten Punkte der neuen Spielzeit einschwören. Zuletzt bezwangen die Münchnerinnen zum Auftakt Bayer 04 Leverkusen vor 57.762 Zuschauern in der Allianz Arena. Zuvor gelangen Siege gegen Turbine Potsdam (2:0), Werder Bremen (8:0), Sand (6:0), Freiburg (3:1), Leverkusen (10:1) und Essen (3:0). Gegen den Sportclub aus dem Breisgau gab es zudem zwei Remis – ein 2:2 und ein 1:1 – während die Partie bei Eintracht Frankfurt 2022 torlos endete. 

Bayerns lange Leitung zur Niederlage

Die FC Bayern Frauen bejubeln ein Tor gegen Wolfsburg.
Zum Auftakt in die Spielzeit feierten die Bayern am vergangenen Wochenende einen 3:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg. | © FC Bayern / Eva Dippold

Die Niederlage ist bei den FC Bayern Frauen in der Bundesliga inzwischen ein seltener Gast. Seit 42 Bundesliga-Partien sind die Münchnerinnen ungeschlagen und damit nur noch zwei Spiele von ihrem eigenen Rekord entfernt: Zwischen 2022 und 2024 blieben die FCB-Frauen ganze 44-mal in Folge ohne Niederlage.

Der bislang letzte Fehltritt datiert aus dem Oktober 2024, als sich der VfL Wolfsburg vor heimischer Kulisse mit 2:0 gegen die Bayern durchsetzte. Doch seitdem ließen die Doublesiegerinnen auf fremdem Rasen nichts mehr anbrennen. In den vergangenen 21 Auswärtsspielen blieb die Mannschaft ungeschlagen, die letzten 19 Partien in der Fremde entschied sie allesamt für sich. Damit verfügen die Münchnerinnen aktuell über die längste Auswärtssiegesserie der Bundesliga. 

Ein Sieg über die Statistik

Pernille Harder und Stine Ballisager strahlen vor Freude während des Testspiels der FC Bayern Frauen im Sportpark Unterhaching gegen Paris FC
In der Vorbereitung feierten die Bayern um Stine Ballisager und Pernille Harder unter anderem Siege über Paris und RB Omiya. Am Freitagabend soll nunmehr der erste Erfolg in der Bundesliga her. | © Imago

Die FC Bayern Frauen haben in der Saison 2025/26 nicht nur getroffen, sondern die Statistik gleich mit beeindruckt: 90 Tore erzielten die Münchnerinnen, 21,3 mehr, als ihr Expected-Goals-Wert von 68,7 erwarten ließ. Auch der auf Rang zwei platzierte VfL Wolfsburg kam mit einem Plus von 15,7 Treffern nicht an jenen Wert heran. 

Doch auch am anderen Ende des Spielfelds erwiesen sich die Bayern als Meisterinnen der Übererfüllung: Statt der anhand des xGA-Werts erwartbaren 12,8 Gegentore kassierten sie lediglich neun, fast vier weniger und ebenfalls Liga-Bestwert. Diese Zahlen gilt es auch in der Spielzeit 2026/27 zu bestätigen oder gar zu übertreffen.

Union daheim lange Zeit ohne Weiße Weste

Jovana Damnjanović während des Heimspiels gegen Union Berlin.
Am Freitagabend steht für die Bayern bereits das dritte Aufeinandertreffen mit Union an. Im ersten Duell im vergangenen Jahr feierten die Münchnerinnen vor heimischer Kulisse einen souveränen 4:0-Erfolg. | © Imago

Die Alte Försterei ist ein bekanntlich stimmungsvoller Ort. Eine weiße Weste aber wurde dort zuletzt vergeblich gesucht. In den vergangenen neun Bundesliga-Heimspielen blieben die Eisernen ohne Zu-null-Partie und stellte damit einen negativen Vereinsrekord auf. Die Münchnerinnen reisen derweil mit einer bemerkenswerten Auswärtsgarantie nach Köpenick: In den vergangenen 21 Partien auf fremdem Platz trafen die Bayern immer. Das ist der Spitzenwert unter allen aktuellen Bundesligisten und damit zugleich ein gutes Omen für einen erfolgreichen Start in die neue Bundesliga-Spielzeit.

Für die FC Bayern Frauen führt der Auftakt in die neue Pokalsaison an den Niederrhein:

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