Wiedersehen mit Zalgiris vor vollem Haus

Bayern nehmen in Kaunas den nächsten Anlauf für ersten Sieg

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Die Bayern-Basketballer unternehmen den nächsten Anlauf: Am Donnerstagabend treffen die Münchner am fünften Spieltag der EuroLeague auswärts auf das Aushängeschild der Basketball-Nation Litauen, auf Double-Gewinner Zalgiris Kaunas. Beide Teams hoffen dabei auf ihren ersten Saisonsieg und haben bisher jeweils nur einmal auf eigenem Parkett gespielt. In der nationalen LKL ist Zalgiris nach sechs Spielen unbesiegt.

Augustine Rubit über seinen Ex-Klub
„Ich freue mich, alle Leute aus der Organisation wiederzusehen und natürlich auf die großartigen Fans dort. Letzte Saison hatten wir nicht die Möglichkeit, dort vor vollem Haus zu spielen, das wird aufregend. Aber beide Teams brauchen unbedingt einen Sieg, es wird also sicher einen großen Fight geben. Wir wollen ihn gewinnen.“  

Den deutschen Pokalsieger um Cheftrainer Andrea Trinchieri erwartet diesmal wieder die berüchtigte Atmosphäre der Zalgirio Arena mit bis zu 15.500 Fans. Beim Heimspiel gegen Sankt Petersburg zum Monatsbeginn (64:70) kamen 10.100 Zuschauer. Spielbeginn ist am Donnerstag um 19 Uhr, wie immer überträgt MagentaSport auf seinen Plattformen mit viertelstündigem Vorlauf live.

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Trinchieri: „Müssen uns auf uns selbst konzentrieren“

„Wir werden in Kaunas eine großartige Atmosphäre in einer vollen Arena erleben“, sagte Trinchieri vor der Abreise am Mittwoch. „Wir müssen dort unser bestmögliches Spiel zeigen, um bestehen zu können. Es wird ein schwieriges Spiel und auch wieder eines auswärts, was in unserer personellen Situation nicht ganz ideal ist. Es wäre schon schwer, wenn Kaunas bei 4:0 stünde – nun mit 0:4 wie wir ist die Aufgabe eher noch komplizierter. Aber wir wollen hart und klug spielen und uns verbessern. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren.“  

An Zalgiris haben Trinchieris Bayern insofern gute Erinnerungen, als dass sie gegen diesen Gegner am 1. April mit dem historischen 71:70-Heimsieg die erste Playoff-Teilnahme eines deutschen Teams bejubeln konnten. „Doch das ist gefühlt 55 Jahre her“, sagt der italienische Coach. Denn ein gutes halbes Jahr später sortiert sich seine umformierte Mannschaft nach einem Monat mit erheblichen Personalsorgen neu. In der BBL gegen Gießen (71:64) konnte nach Gavin Schilling und Nihad Djedovic immerhin auch Andreas Obst von der Liste der Absenzen gestrichen werden. Somit sind dort neben Paul Zipser (Aufbau) immer noch Vladimir Lucic und Leon Radosevic (Trinchieri: „Sie sollten eigentlich unser Rückgrat sein, das dem neuen Team hilft“) notiert. Ob Obst trotz des Trainingsdefizits auch sein EuroLeague-Debüt gibt, wird sein Trainer von der Situation am Abreisetag abhängig machen.

Die Gastgeber meldeten zuletzt eine monetär deutlich verbesserte Arbeitsgrundlage, doch die damit verbundenen Ansprüche sorgten jetzt bereits nach dem zweiten Spieltag für einen Trainerwechsel auf Jurij Zdovc.

Der Slowene coachte vor einem Jahrzehnt seinen Heimatklub Union Olimpia in der Königsklasse und vergangene Saison den Pariser EuroCup-Vertreter Boulogne Metropolitans.

Duell um den ersten Sieg

Bekannter sind hierzulande der frühere Berliner Kapitän Niels Giffey (aktuell 6 PpS) und Trinchieris einstiger Guard in Bamberg, Janis Strelnieks. Der von ZSKA Moskau gewechselte Lette ist nach vier Partien mit 13,7 Punkten und Quoten von 71,4 (Zweier) bzw. 61,5 Prozent (Dreier) bester Werfer – allerdings droht er für Mittwoch wegen einer Wadenverletzung auszufallen.

Auch der mit vielen Hoffnungen verpflichtete US-Guard Emmanuel Mudiay (8,8 PpS), nach fünf Jahren in der NBA (Denver, New York, Utah) aus Übersee transferiert, verletzte sich im jüngsten Ligaspiel, Einsatz noch offen. Definitiv noch länger ausfallen wird der französische Big Man Joffrey Lauvergne (8,5 PpS, 4 RpS) wegen einer Schulterverletzung. Dafür soll wohl am Donnerstag Routinier Paulius Jankunas ins Team zurückkehren.

Zweitbester Werfer hinter Strelnieks ist bisher US-Center Josh Nebo, ein EuroLeague-Neuling; er kommt im Schnitt auf 9,5 Zähler bei 5,5 Rebounds. Kollege im Froncourt ist der frühere BBL-Power Forward Tyler Cavanaugh (Berlin/5 PpS), der Amerikaner wechselte nach einer Saison in der spanischen ABC für Teneriffa zum Final Four-Teilnehmer von 2018.

„Ich freue mich, alle Leute aus der Organisation wiederzusehen und natürlich auf die großartigen Fans dort“, sagt FCBB-Power Forward Augustine Rubit (8,3 PpS), der vergangene Saison für Kaunas auflief. „Letzte Saison hatten wir nicht die Möglichkeit, dort vor vollem Haus zu spielen, das wird aufregend. Aber beide Teams brauchen unbedingt einen Sieg, es wird also sicher einen großen Fight geben. Wir wollen ihn gewinnen.“  

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(c) Stickel

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