

Während Berlin und Bamberg am Dienstagabend in ihrem fünften Duell (20.30 Uhr/Dyn live) den zweiten Finalteilnehmer der Playoffs 2026 ausspielen, haben die Bayern-Basketballer bereits am Samstag wieder das Training aufgenommen. Nach zwei 3:0-Serien gegen Trier und Bonn wurde auch Sonntag trainiert; der Dienstag ist frei, ehe ab Mittwochvormittag die konkrete Vorbereitung für den Titelverteidiger startet, der bislang fast durchweg dominant auftrat.
Die beste Defense der Liga wartet
Ihre sechs Siege in den Viertel- und Halbfinalspielen fuhren die Bayern im Schnitt mit 22 Punkten Differenz ein. Einzig das erste Halbfinale gegen Bonn (83:78) fiel knapp aus. Dabei lässt die Bayern-Defense – die klar beste der Liga – bisher in den Playoffs pro Partie nur 68,5 Punkte des Gegners zu, gewinnt das Reboundduell im Schnitt mit 41,3 zu 34,2 und zwingt die Gegner zu durchschnittlich 14,8 Ballverlusten (FCBB: 13,3).
Auch die Heimfestung steht: Mit den vier Siegen zuhause haben die Bayern ihre Bilanz in eigener Halle in der easyCredit BBL auf 20:1 gestellt. Ein gutes Zeichen für die Finalserie: Auch die ersten beiden Spiele der Best-of-five-Serie werden wieder im Münchner SAP Garden stattfinden – am Freitagabend ab 20.30 Uhr und am Samstagnachmittag, zeitig um 15.30 Uhr vor dem WM-Auftakt des DFB-Teams (19 Uhr).
Eine Premiere ist das 6:0 nach Halb- und Viertelfinale nicht: In der Saison 2018/2019 bezwangen die Bayern zunächst Braunschweig und dann Vechta jeweils glatt per Sweep, ehe auch im Finale nach drei Spielen Berlin bezwungen war.
Oscar da Silva ragt heraus
Herausragend bei den Bayern spielt bislang Forward Oscar da Silva: Der Nationalspieler steht in den Playoffs pro Partie viereinhalb Minuten länger auf dem Court als in der Hauptrunde, schreibt sich im Schnitt 14,3 Punkte (66,7% Trefferquote aus dem Feld) und 5,2 Rebounds in die Statistik (Hauptrunde: 8,3 PpS, 3,6 RpS).
Neben ihm spielte sich Xavier Rathan-Mayes in der Serie gegen Bonn in den Fokus: Der Shooting Guard legte in 20 Minuten pro Spiel 19,3 Punkte auf, traf 52,2 Prozent seiner Dreier. Damit war der Kanadier, vor der Saison von Real Madrid gekommen, der perfekte Ersatz für Andreas Obst, nachdem der MVP der BBL aufgrund eines Infekts bei zwei Halbfinalspielen nicht dabei sein konnte. Er trainiert inzwischen wieder normal mit dem Team.
Berlin oder Bamberg? Während man bereits zum siebten Mal nach den Finals 2014, 2018, 2019, 2021, 2022 und 2024 gegen Alba um den Meistertitel spielen würde, wäre es gegen den ehemaligen Serienmeister aus Oberfranken erst das zweite Aufeinandertreffen im Finale nach 2015. Damals siegten die Baskets.