





Der Tabellenführer hält seine Serie: Keine 48 Stunden nach dem 85:79 über den Tabellenzweiten Berlin (am Sonntag 82:84 gegen Chemnitz) besiegten die Bayern-Basketballer am Sonntag in einem echten Playoff-Test das zuletzt formstärkste Team der Liga aus Vechta 90:88 (46:42). Vor 4.900 Fans im BMW Park zeigte der Deutsche Meister gegen den am Freitag noch spielfreien Playoff-Kandidaten eine Energieleistung und löste diese knifflige Aufgabe in den Schlussminuten zum siebten Sieg in Serie. Beste Werfer waren Obst und Rathan-Mayes mit je 20 Punkten sowie da Silva mit einem Double-Double (11/10 Rebounds).
Nächsten Sonntag gegen Oldenburg
Trainer Pesic schonte im Vergleich zu Berlin (85:79) neben Hollatz auch seinen Kapitän Lucic, Gabriel rückte ein. Die beiden besten Dreier-Teams duellierten sich früh von außen, wobei Vechta mehr offene Würfe generierte und Bayern die Balance zu Inside suchte (11:19/7.). Bis auf 28:18 setzte sich Vechta ab, die Defense suchte noch nach Lösungen gegen Rastas Ballbewegung (8/11 Dreier im ersten Viertel).
Aber die Bayern nahmen diese Challenge mit der Vakanz auf den Guard-Positionen absolut an und rotierten hinten hart. Die Arbeit von da Silva, Gabriel & Co. zeigte allmählich Wirkung, Vechta musste zudem aufgrund der Münchner Aggressivität am offensiven Brett zu Fouls greifen: McCormack zum 39:35 (18.).
FC Bayern Basketball - Rasta Vechta 90:88 (46:42)
- FCBB:Xavier Rathan-Mayes (20 Punkte, 7 Rebounds, 8 Assists), Andi Obst (20), Oscar da Silva (11, 10 Rebounds), Isiaha Mike (9), David McCormack (8, 6 Rebounds), Niels Giffey (6), Wenyen Gabriel (5), Justinian Jessup (4), Jo Voigtmann (4), Neno Dimitrijevic (3), Leon Kratzer (n.e.), Elias Harris (n.e.)
- Topscorer Vechta:TJ Bamba (21 Punkte)
- SchiedsrichterCarsten Straube, Andreas Bohn und Nicolas Brendel
- Zuschauer4.912
Da Silvas Double-Double
Nach der Pause zeigten beide Mannschaften Behauptungswillen, doch Obst drückte die Bayern mit seinem Dreier nach vorn und Voigtmann legte am Brett zum 62:55 nach (28.).
Vechta blieb nun auch ohne Dreierflut dran. Die Münchner Mann-Defense tat sich einige Minuten schwer, ebenso beim Rebound (80:80/36.). Da Silva antwortete von außen, Vechta ebenso auf das 87:82 der Bayern. Zehn Sekunden vor dem Ende traf Mayes den sehr schweren Dreier zum 90:86 - der Dagger zur ersten Niederlage für Rasta nach fünf Siegen hintereinander.

Die Stimmen:
Svestislav Pesic, Cheftrainer FC Bayern Basketball: „Es fehlte heute definitiv auch etwas Kraft in den Beinen. Ich bin jetzt 132 Tage hier, wir haben 45 Spiele gespielt – das heißt, alle 2,8 Tage ein Spiel; die Reisen rechnen wir gar nicht mit. (…) Basketball wird auch mental gespielt, aber wenn dir die Beine nicht helfen, geht es nicht auf dem richtigen Level. Doch die Einstellung stimmte, die Mannschaft wollte es gegen eines der besten Offensivteams der Liga. Vechta ist eine kleine Stadt, doch sie haben neben ein paar anderen zurzeit die beste Mannschaft der Bundesliga. Von den letzten zehn Spielen hatten sie neun gewonnen und wir hatten praktisch keine Zeit, uns auf sie vorzubereiten. (…) Trotzdem sind wir Erster und bleiben es. Doch es wird (in den Playoffs) sehr schwer in dieser Liga mit ihren inzwischen sehr entwickelten Mannschaften.“
Xavier Rathan-Mayes: „Ein guter Sieg zu diesem Zeitpunkt der Saison. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Vechta war ein starker Gegner. Sie haben in der ersten Halbzeit sehr viele Dreier getroffen und wir waren nach einer langen Woche etwas müde. Aber wir haben dann eine gute Energie dagegengesetzt.“
Christian Held, Cheftrainer Rasta Vechta: „Glückwunsch an Bayern München. Ich denke, dass wir über weite Strecken einen guten Job darin gemacht haben, hier einen wirklichen Fight zu liefern. Ich denke, von der Intensität und von der Physis her, kam das heute einem Playoff-Spiel sehr nahe. Daher denke ich, dass das für und uns eine gute Erfahrung war. Am Ende haben wir dann leider ein, zwei Würfe, die nicht fallen. Und wir machen auch ein, zwei mentale Fehler – die Bayern nicht macht. Da ist dann vielleicht auch ein bisschen die Erfahrung ausschlaggebend, dass die Münchner nach so einer EuroLeague-Saison eben öfter in solchen Situationen waren und eben genau wissen, wie sie zu reagieren haben. Und da muss man sagen, dass sie das dann auf unglaublich hohem Niveau lösen – das muss man anerkennen. Und deshalb noch einmal: Glückwunsch!“
DIE NÄCHSTEN SPIELE DES FCBB:
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DO., 7. Mai, 18:30 Uhr: 33. easyCredit BBL-Spieltag, MHP Riesen Ludwigsburg – FCBB (Dyn)
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SO., 10. Mai, 16:30 Uhr: 34. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – EWE Baskets Oldenburg (BMW Park)
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SO., 17 Mai, 16:30 Uhr: Playoff-Viertelfinale 1 (SAP Garden)
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DI., 19. Mai, 20:30 Uhr: Playoff-Viertelfinale 2 (SAP Garden)