Menora Mivtachim Arena, Tel Aviv
Do. | 12.02.26 | 20:05
EuroLeague, 28. Spieltag
Maccabi Rapyd Tel Aviv gegen FC Bayern Basketball
111 zu 106 Overtime
StadionMenora Mivtachim Arena, Tel Aviv
Neno Dimitrijevic und die Bayern verlieren knapp in Tel Aviv
© EuroLeague

Das Feuerwerk eines Spiels endet 106:111

Die Serie riss auf herzzerreißende Art: Trotz einer herausragenden Vorstellung haben die Bayern-Basketballer am Donnerstagabend nach Overtime 106:111 (45:51, 99:99) bei Maccabi Tel Aviv verloren und damit den fünften EuroLeague-Sieg nacheinander knapp verpasst. Neue personelle Vakanzen konnte der Deutsche Meister in einem faszinierenden Offensivduell vor 10.400 Zuschauern mit insgesamt 35 Dreiern von beiden Teams kompensieren (EuroLeague-Rekord eingestellt), doch der Mannschaft um den lange famosen Topscorer Andi Obst (33 Punkte) fehlten ein paar Sekunden und die Kraft bei den allerletzten Würfen.

Am Sonntag reist der BBL-Tabellenführer zum nächsten Auswärtsspiel nach Jena, ehe Faschingsdienstag (18.30 Uhr) im BMW Park gegen Frankfurt die Generalprobe für das Pokal-Halbfinale am Samstag darauf (21.2., 16 Uhr/SAP Garden) gegen Bamberg steigt.

Zu den Tickets

FC Bayern Basketball - Maccabi Tel Aviv 106:111 (45:51, 99:99)

  • FCBB:
    Andreas Obst (33 Punkte, 8/13 Dreier), David McCormack (17, 8 Rebounds), Nenad Dimitrijevic (15, 10 Assists), Niels Giffey (15), Xavier Rathan-Mayes (9), Justus Hollatz (5, 7 Assists), Isiaha Mike (4), Wenyen Gabriel (4, 7 Rebounds), Justinian Jessup (4), Johannes Voigtmann, Leon Kratzer (n.e.)
  • Topscorer Maccabi:
    Roman Sorkin (21 Punkte)
  • Schiedsrichter
    Sasa Pukl, Carlos Cortes, Mario Majkic
  • Zuschauer
    10.400

Alle Zahlen zum Spiel

Lucic-Vertreter Giffey hält Bayern dran 

Die Bayern hatten in Tel Aviv personelle Ausfälle zu verkraften, es fehlten Jovic, da Silva und auch Kapitän Lucic nach grippalem Infekt.

Lärm und Hektik von Beginn an, es war nicht einfach, in diese schwere Partie zu kommen. Den Plan, den Korb zu attackieren, setzte erstmals Hollatz um, dann Giffey mit Hangtime plus Dreier, 14:16 (6.). Das Minus beim Dreier bis hierhin (2:6) und Fehler aufgrund von Maccabis Physis brachten jedoch ein 20:33 ein (12.).

Obst in Serie

Die Reaktion war ein 8:0, zweimal Obst; obwohl Maccabi weiter stark warf (42:32), blieb der Gast im Spiel - wieder Giffey, 40:42 (19.). Das Problem waren aber zur Pause, neben Tel Avivs Dreierquote (12/20), die „Loose Balls“, Maccabi griff zu (11:1 Rebounds offensiv).

Obst vs. Maccabi lautete dann das Match-up im dritten Viertel, der Münchner Champion duellierte sich aus der Distanz mit den Gastgebern (64:60/25.). Die Defense holte nun Stops - und Gabriel, Jessup und Obst mit seinem siebten Dreier (7/9) die 73:69-Führung (29.)! Blatt (6/6) hielt dagegen, aber Dimitrijevic hatte mit dem Buzzer das vorletzte Wort, 78:74 (30.).

99:98, noch 9,6 Sekunden 

Letztes Viertel, mit der Kraft schwand die Konzentration, ein 0:9 zum 80:83 (33.). Mayes half aus, Hollatz zum 90:90, ein packender Fight wurde der Crunchtime zugeführt: 95:95 - und der Teufelskerl Obst verpasst tatsächlich zwei Freiwürfe (1:41 min). Ein letzter Fehlpass von Dimitrijevic schien den Abend zu besiegeln - mit einem Dreier-And-One ließ der Guard die Masse im Gegenzug verstummen.

99:98, noch 9,6 Sekunden. Foul, nur einer für Maccabi, verdiente Overtime für dieses Feuerwerk eines Spiels. Bayern machte hier ein paar Fehler mehr, auch an der Freiwurflinie. Ein kleines Drama, das dennoch Spaß gemacht hatte.

Die Stimmen: 

Svetislav Pesic, Cheftrainer FC Bayern Basketball: „Ein exzellentes Spiel von beiden Teams. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Beide Mannschaften hätten es verdient gehabt zu gewinnen. 35 Dreier, ein Rekord in der EuroLeague, ich habe noch nie ein Spiel mit so guten Dreierquoten gesehen. Das war Spektakel in Tel Aviv, ein tolles Spiel für die Fans, die Spieler, für uns. Natürlich sind wir nicht happy, doch wir sind angetan, wie wir hier die Kontrolle behalten haben. Wir hatten die Chance auf den Sieg in der regulären Zeit. Das soll keine Ausrede sein und ist auch keine, aber am Ende des Spiels, mit dieser Intensität und nach der Saison bisher, hätten wir ein, zwei Spieler mehr für die Rotation gebraucht; von den Spielern, die nicht dabei waren, wichtige Spieler. Doch für unsere Zukunft in dieser Saison war es für mich auf der anderen Seite wichtig zu sehen, wie andere Spieler von der Bank dem Team helfen können. (…)

Wir können sicher besser in der Defense spielen. Aber ich kann heute nichts Negatives über mein Team sagen. Sie haben daran geglaubt, dass wir gewinnen können. Und wenn wir gewonnen hätten, wäre es ebenfalls verdient gewesen. (…) Wir haben jetzt zwei Spiele in der Bundesliga in drei Tagen, danach kommt der Pokal. Und dann denken wir über unser weiteres Schicksal in der EuroLeague nach.“

Niels Giffey: „Wir sind schon gefrustet jetzt, aber das war bei Weitem kein schlechtes Spiel von uns. Wir haben sehr viel Energie ins das Spiel reingepackt, es hätte genauso gut in die andere Richtung gehen können. Sie haben am Ende einfach insgesamt exzellent von außen geworfen. Sie haben ein paar Anpassungen zum ersten Spiel vorgenommen. Wir haben mehr darauf geachtet, dass nicht zu viel in die Zone penetriert wird - und dagegen haben sie extrem gut von draußen getroffen.“

DIE NÄCHSTEN SPIELE DES FCBB:

  • SO., 15. Februar, 16:30 Uhr: 20. easyCredit BBL-Spieltag, Science City Jena – FCBB (Dyn)

  • DI., 17. Februar, 18:30 Uhr: 21. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – Skyliners Frankfurt (BMW Park)

  • SA., 21. Februar, 16 Uhr: BMW TOP FOUR Halbfinale, FCBB – BMA365 Bamberg Baskets (SAP Garden)

  • DO., 26. Februar, 20:45 Uhr: 29. EL-Spieltag, Real Madrid – FCBB

  • FR., 06. März, 20:00 Uhr: 30. EL-Spieltag, Roter Stern Belgrad – FCBB

  • DI., 10. März, 20 Uhr: 22. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – Löwen Braunschweig (SAP Garden)

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