




Auf nach Paris: Vor einer schweren Aufgabe beim französischen Meister stehen die Bayern-Basketballer am Donnerstagabend. Denn Paris Basketball bleibt auch nach dem Umbruch im Sommer ein unberechenbares Team mit hohem Tempo, das entgegen den Prognosen sehr solide in die EuroLeague-Saison gestartet ist – und gleichauf mit den Münchnern liegt: Der Gewinner des Duells wird nach neun Spieltagen mit einer positiven Bilanz von 5:4 Siegen dastehen. Tip-Off in der Adidas Arena ist um 21 Uhr, MagentaSport überträgt live.
„Paris spielt das höchste Tempo der EuroLeague, das gilt auch für die Verteidigung. Es wird wichtig sein, dem Druck standzuhalten und das Tempo des Spiels zu kontrollieren“, sagt Cheftrainer Gordon Herbert und ergänzt: „Das Entscheidende wird sein, gut beim Rebound zu sein.“
Hifi derzeit bester EuroLeague-Scorer
Paris hatte vier der ersten sechs Spiele gewonnen, dabei bei Partizan (101:83) und Tel Aviv (101:84) überrascht. Zuletzt setzte es zwei Niederlagen, zuhause gegen Efes (80:90) und in Mailand (77:86).
Nach der im wilden Transfer-Sommer beendeten Ära um TJ Shorts, Mikael Jantunen, Maodo Lo, Tyson Ward und auch Coach Tiago Splitter ist der französische Nationalspieler Nadir Hifi zum Dreh- und Angelpunkt auserkoren worden. Und der unkonventionelle Wurfathlet liefert an guten Tagen und ist zurzeit mit durchschnittlich 22,2 Punkten der Topscorer der EuroLeague. Auch der aus Italien gewechselte US-Guard Justin Robinson (14,9 PpS) und der frühere BBL-Profi Sebastian Herrera (9,9) beteiligen sich wirkungsvoll am offensiven Output.

Reiseführer Kratzer
Dass Paris hinter Valencia mit knapp 90 Punkten pro Spiel das zweitbeste Scoringteam stellt, liegt aber vor allem an der Pace und am bekannt aggressiven Rebounding. Der Schnitt von 42,3 gefangenen Bällen und besonders die offensiven Rebounds (16,6 ORpS) sind Bestwerte in der Liga; die Franzosen fischen sich vorn nach Fehlwürfen fast die Hälfte der verfügbaren Abpraller. Der neue Trainer Francesco Tabellini (42, davor zwei Jahre in Nymburk/Tschechien) setzt damit die Vorgaben seiner Vorgänger um.
Eine Rückkehr erlebt Bayern-Center Leon Kratzer, der zwei Jahre an den Erfolgen des EuroCup-Gewinners (2024), Meisters und letztjährigem Playoff-Teilnehmers (dazu Pokal und Liga-Cup) beteiligt war. „Ich hatte zwei tolle Jahre in Paris und freue mich darauf, einige bekannte Gesichter wiederzusehen“, sagt der Europameister. „Die Mannschaft hat sich erheblich verändert, doch der Spielstil eben nicht. Wir müssen vor allem darauf achten, ihren Speed zu bremsen.“

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