

Der FC Bayern hat nach dem 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach anlässlich des Starts der Paralympischen Spiele 2026 seine Allianz Arena in den Farben des Gastgeberlandes Italien beleuchtet. Für das Thema Inklusion engagiert sich auch das ehrenamtliche Projekt „Lilly‘s Dream“, das die Partie besucht hat. Nach dem Abpfiff gab es ein Meet & Greet mit einigen Spielern, die ein Hometrikot des deutschen Rekordmeisters für sie unterschrieben, um es für Kinderwünsche zu versteigern. Unter anderen schauten Joshua Kimmich, Alphonso Davies, Aleks Pavlović, Jonthan Tah, Michael Olise, Dayot Upamecano und Tom Bischof für ein gemeinsames Foto und eine Unterschrift vorbei, auch Sportdirektor Christoph Freund reihte sich ein. Die 18-jährige Lilly sitzt seit ihrer Kindheit im Rollstuhl. Mit dem gemeinnützigen „MainLichtblick e.V.“ und dem Deutschen Behindertensportverband möchte sie in der Gesellschaft für mehr Akzeptanz und Verständnis gegenüber Menschen mit Beeinträchtigungen sorgen.
Dem FC Bayern liegt das Thema Inklusion seit Jahren am Herzen. Erst vor wenigen Wochen empfing der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen vor dem 5:1 gegen Hoffenheim Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Amputierten Fußball Liga (DAFL), und der FC Bayern Hilfe eV organisierte eine Spendenaktion zugunsten der Vereinigung. Jedes Jahr beleuchtet der FC Bayern zudem sein Stadion anlässlich des Internationalen Tags für Menschen mit Behinderung in der Signalfarbe Lila.

Bereits bei der Planung der Allianz Arena wurde darauf geachtet, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen. Als barrierefreies Stadion ist sie heute bei Inklusion und Teilhabe im Fußball weltweit ein Vorbild. Neben 324 Plätzen für Menschen mit Rollstuhl stehen an Spieltagen per Smartphones Live-Untertitel für Menschen mit Hörbehinderung sowie eine Audiodeskription/Sehbehindertenreportage via App für Menschen mit Sehbehinderung für ein uneingeschränktes Fußballerlebnis zur Verfügung. Maßstäbe setzt auch das Projekt, das der FC Bayern seit zwei Spielzeiten mit seinem Fanclub „Red Deaf“ realisiert, bei dem Fans mit Hörbehinderung Gebärden entwickeln, die die Spielerinnen und Spieler im Frauen- wie Männerfußball und Basketball beim Verlesen der Mannschaftsaufstellungen auf den Monitoren zeigen. Des Weiteren bietet der Club einen Fahrservice für Menschen mit Behinderung zu den Heimspielen, und während der Partien können Menschen mit Rollstuhl einen eigenen Bestell- und Lieferservice nutzen, der gemeinsam mit dem Partner Betano realisiert wird. Außerhalb von Spieltagen werden darüber hinaus unter anderem spezielle barrierefreie Touren für Menschen mit eingeschränkter Mobilität angeboten.
Dem Verein liegt ein kontinuierlicher Austausch auch im Bereich Inklusion sehr am Herzen, entsprechend gibt es beispielsweise eine eigene Interessensvertretung im Arbeitskreis Fandialog. In der Allianz Arena ist der „Rollwagerl-SHOP“ stets Treffpunkt, unter anderen schauten dort schon der langjährige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, FCB-Legenden wie Giovane Élber oder Stadion-Geschäftsführer Jürgen Muth vorbei. Im vergangenen Sommer hat Herbert Hainer den Fanclub „Red Deaf“ anlässlich seines 20-jährigen Bestehens besucht, bereits 2024 war der Präsident bei der Feier zu „30 Jahre Rollwagerl eV“ zu Gast. Im Dezember war Sportvorstand Max Eberl im Rahmen der traditionellen Weihnachtsbesuche beim „Rollwagerl eV“.

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