präsentiert von
Suchen Fill-1
Menü
„Gibt keinen Favoriten“

Finale auf Augenhöhe: Bayern vor Double-Dutzend gegen Leipzig

Increase font size Schriftgröße

Es ist der finale Akt der Saison – und soll die erfolgreiche Spielzeit des FC Bayern krönen: Am Samstagabend trifft der deutsche Rekordpokalsieger im Endspiel des DFB-Pokals auf RB Leipzig (ab 20 Uhr im Liveticker und Free-Webradio). Eine Woche nach dem Gewinn des 29. Deutschen Meistertitels könnten die Münchner das Dutzend vollmachen und zum zwölften Mal das Double holen.

„Wir fahren natürlich nach Berlin, um zu gewinnen. Wir wollen das Double!“, kündigte Niko Kovac bereits vor der Abreise in seine Heimatstadt an. Dort angekommen warnte er aber auch vor der Schwere der Aufgabe, die seine Mannschaft erwarten wird. Liga-Rivale Leipzig „ist der schwerste Gegner, den wir hätten kriegen können“, erklärte der 47-Jährige auf der Pressekonferenz vor der Partie. Die letzten Jahre haben gezeigt, „dass es im Pokalfinale keinen Favoriten gibt“.

Kein Sieger in der Bundesliga

Mit einem „Spiel auf Augenhöhe“ rechnet auch Willi Orban – der RB-Kapitän stand vor zwei Wochen ebenfalls auf dem Platz, als sich die beiden Kontrahenten in Leipzig noch 0:0-unentschieden trennten. Trotz guter Torchancen wollte dem FCB damals aber kein (regulärer) Treffer gelingen, was auch der Defensivstärke der Heimmannschaft geschuldet war. „Wir hatten die beste Abwehr in der vergangenen Bundesliga-Saison, das wollen wir auch morgen beweisen“, kündigte RB-Coach Ralf Rangnick daher vor der Partie selbstbewusst an.

Bei ihrer Premiere im DFB-Pokal-Finale wollen sich die Sachsen keinesfalls verstecken: „Wir wollen zeigen, dass wir auch in so einem Finale in der Lage sind, ein absolutes Top-Spiel zu machen“, sagte der 60-Jährige, der mit seiner Mannschaft vor der letztlich unbedeutenden 1:2-Niederlage in Bremen am 34. Spieltag ganze 18 Pflichtspiele in Folge unbesiegt geblieben war. Zumal die Roten Bullen laut ihres Trainers in Berlin personell aus dem Vollen schöpfen können („wir haben alle Mann an Bord“).

Goretzka fehlt - bei Leipzig alle an Bord

Die Bayern müssen dagegen den Verlust von Leon Goretzka verkraften, der sein erstes DFB-Pokal-Endspiel aufgrund von muskulären Problemen verpassen wird. „Das ist bitter“ kommentierte Manuel Neuer, der sich in den Mittelfeldspieler hineinversetzen kann. In der Vorsaison verpasste der Bayern-Kapitän das Finale ebenfalls verletzungsbedingt und musste mit ansehen, wie seine Mannschaft mit 1:3 gegen Eintracht Frankfurt verlor – damals noch trainiert von Niko Kovac.

Pokal-Experte Kovac erlebt sogar das dritte Endspiel nacheinander in seiner Geburtsstadt und will den Titelgewinn aus dem Vorjahr mit den Bayern wiederholen. Die nötigen Schlüsse aus der letztjährigen Endspielpleite hat seine heutige Mannschaft gezogen. „Letztes Jahr haben alle gedacht, dass wir sicher gewinnen“, sagte Robert Lewandowski und forderte daher: „Wir müssen mehr Gas geben und besser spielen als letztes Jahr“.

So lautet auch die Vorgabe von Neuer: Nach einer Saison Abstinenz in Berlin blickt der 33-Jährige mit Vorfreude auf die Partie: „Ein Finale ist immer ein besonderes Spiel, gerade das Pokalfinale in Berlin. Wir wollen das Double perfekt machen, das ist unser Ziel!“

Weitere Inhalte