



Im Duell gegen Freiburg
So | 06.09.2026 | 17:53
45 Bundesliga-Spiele ungeschlagen: Fünf Meilensteine auf dem Weg zur Rekordmarke
Die neue Rekordmarke ist erreicht! Mit dem 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg feierten die FC Bayern Frauen an diesem Sonntagnachmittag nicht nur ihren dritten Erfolg in Serie in der laufenden Saison. Zugleich blieben sie auch im 45. Spiel in Folge in der Google Pixel Frauen-Bundesliga ungeschlagen und stellten damit eine neue Bestmarke im deutschen Oberhaus auf. fcbayern.com nimmt euch mit auf eine Reise durch die vergangenen 45 Partien und blickt auf fünf prägende Siege zurück, die den Weg zu diesem historischen Rekord ebneten.
Der Startschuss in Leverkusen

Um die letzte Bundesliga-Niederlage der Münchnerinnen zu finden, muss man weit zurückblicken: Am 12. Oktober 2024 unterlagen die FCB-Frauen auswärts beim VfL Wolfsburg mit 0:2. Acht Tage später traten die amtierenden Double-Siegerinnen bei Bayer 04 Leverkusen an, um bei der Werkself den Startpunkt einer beeindruckenden Serie zu starten.
Zunächst gerieten die Münchnerinnen im Ulrich-Haberland-Stadion jedoch mit 0:1 in Rückstand, mit jenem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff überschlugen sich dann jedoch die Ereignisse: Sarah Zadrazil erzielte den Ausgleich, ehe Leverkusen erneut in Führung ging. Doch trotz der Niederlage in der Vorwoche gegen die Wölfinnen glaubten die FCB-Frauen an ihre Stärke und kämpften sich zurück in die Partie. Rund eine Stunde war gespielt, als Georgia Stanway zum erneuten Ausgleich traf. Der ganz große Jubel ließ jedoch bis zur 90. Minute auf sich warten: Die eingewechselte Alara versenkte den Ball mit einem präzisen Linksschuss zum viel umjubelten 3:2-Siegtreffer. Dank dieses Erfolgs eroberten die Münchnerinnen die Tabellenführung zurück. Als Alaras Schuss im Tornetz einschlug, ahnte allerdings noch niemand, welche beeindruckende Serie damit ihren Anfang genommen hatte.
Die Antwort auf die letzte Niederlage

Fünf Monate später bot sich den Roten im Zuge des Klassikers des deutschen Frauenfußballs die Gelegenheit zur Revanche: Im Rückrunden-Topspiel der Saison 2024/25 empfingen die Bayern am heimischen Campus den VfL Wolfsburg – ausgerechnet jenen Verein, dem sie ihre bislang letzte Bundesliga-Niederlage zu verdanken hatten. Von der 0:2-Pleite aus dem Hinspiel war bei den Münchnerinnen jedoch nichts zu spüren. Im Gegenteil: Das Team um Kapitänin Glódís Viggósdóttir trat von Beginn an entschlossen, mutig und selbstbewusst auf – und wurde dafür früh belohnt. Pernille Harder brachte die Gastgeberinnen in Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die FCB-Frauen einen Auftakt nach Maß. Erneut war es die Dänin, die gegen ihren ehemaligen Verein erfolgreich war und den Ball per Volley zum 2:0 in die Maschen setzte. Wenig später erhöhte Lea Schüller den Vorsprung sogar auf drei Tore. Zwar gelang Wolfsburg durch Lineth Beerensteyn noch der Anschlusstreffer zum 3:1-Endstand, am souveränen Auftritt und der klaren Botschaft der Münchnerinnen änderte dies jedoch nichts.
Dominanz in der Mainmetropole

Einer der eindrucksvollsten Auftritte der Münchnerinnen folgte im Dezember des vergangenen Jahres. Am 12. Spieltag der Saison 2025/26 gastierte die Mannschaft von Cheftrainer José Barcala zum Topspiel bei Eintracht Frankfurt. Erwartet worden war eine enge und umkämpfte Begegnung, stattdessen entwickelte sich die Partie zu einer eindrucksvollen Demonstration der Stärke der späteren Meisterinnen.
Mit 5:0 setzten sich die Münchnerinnen im Stadion am Brentanobad gegen die Hessinnen durch. Das Geburtstagskind Klara Bühl stellte bereits in der zwölften Minute die Weichen auf Sieg. Kurz vor dem Seitenwechsel sorgten Jovana Damnjanović und Pernille Harder mit einem Doppelschlag für eine komfortable Halbzeitführung und zugleich für die Vorentscheidung. Auch nach der Pause ließen die FCB-Frauen nicht nach: Damnjanović und die eingewechselte Alara schraubten das Ergebnis mit zwei weiteren Treffern auf 5:0 in die Höhe. Dank dieses Kantersiegs standen die Münchnerinnen nach gerade einmal zwölf Bundesliga-Partien bereits bei beeindruckenden 45 erzielten Toren.
Erneut unaufhaltsam gegen Wolfsburg

Am 19. Spieltag der vergangenen Saison deutete zunächst vieles darauf hin, dass die FC Bayern Frauen ihre beeindruckende Ungeschlagenenserie ausgerechnet gegen den VfL Wolfsburg würden einbüßen müssen. Die Grün-Weißen gingen in München mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause und schienen den Bayern die erste Niederlage seit langer Zeit zufügen zu können.
Doch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeberinnen wie ausgewechselt. Allen voran Jovana Damnjanović rückte dabei in den Mittelpunkt: Mit einem Doppelpack binnen gerade einmal zwei Minuten drehte die Serbin die Partie nahezu im Alleingang. In der Folge entwickelten die Tabellenführerinnen einen enormen Druck, ließen ihren Gegnerinnen kaum noch Raum zur Entfaltung und drängten unablässig auf weitere Treffer. Georgia Stanway und Klara Bühl machten den Heimsieg schließlich mit ihren Toren zum 4:1-Endstand perfekt.
„Es ist ein sehr geiles Gefühl, solch ein Spiel 4:1 zu gewinnen. Ich glaube, heute sind wir alle sehr glücklich“, sagte Doppeltorschützin Damnjanović nach dem Schlusspfiff. Die Münchnerinnen durften sich dabei nicht nur über den Triumph im Spitzenspiel und den weiter ausgebauten Vorsprung an der Tabellenspitze freuen. Vor allem behaupteten sie ihre beeindruckende Serie: Zu diesem Zeitpunkt waren die FCB-Frauen bereits seit 34 Partien ungeschlagen.
Der Zug hält auch in der Hauptstadt nicht

Die Krönung folgte in der Hauptstadt: Mit einem 3:2-Erfolg beim 1. FC Union Berlin machten die FC Bayern Frauen vorzeitig die Deutsche Meisterschaft und zugleich den vierten Titel in Folge perfekt. Doch auch diese Partie entwickelte sich zunächst zu einem weiteren Beleg für die beeindruckende Willensstärke der Münchnerinnen. Nach der frühen Führung durch Edna Imade mussten die Tabellenführerinnen den Ausgleich hinnehmen und mit einem Remis in die Halbzeitpause gehen. Pernille Harder und ihre Kolleginnen ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Geduldig warteten sie auf ihre Gelegenheit und lauerten auf jede noch so kleine Unachtsamkeit der Gastgeberinnen.
Schließlich war es Barbara Dunst, die mit einem präzisen Distanzschuss die erneute Führung erzielte und aufseiten der Bayern großen Jubel auslöste. Zwar gelang den Unionerinnen erneut der Ausgleich, doch Cheftrainer José Barcala bewies anschließend ein goldenes Händchen: Mit Giulia Gwinn brachte er die Siegtorschützin in die Partie. Und es war die Kapitänin der deutschen Nationalelf, die den Ball wenig später zum entscheidenden 3:2 im Berliner Tor versenkte – und damit den Treffer zur Meisterschaft erzielte.
Es war ein weiterer Erfolg, der die außergewöhnliche Widerstandskraft und Willensstärke der FCB-Frauen eindrucksvoll verkörperte. Der Song „Der Zug hat keine Bremse“, der an diesem Abend durch die Katakomben hallte, stand dabei nicht nur sinnbildlich für den Gewinn der Meisterschaft, sondern auch für die unaufhaltsame Serie der Münchnerinnen. Zu diesem Zeitpunkt waren sie seit 38 Spielen ungeschlagen. Und der Zug rollte weiter – bis zum Rekord von 45 Partien ohne Niederlage. Die Endstation? Hoffentlich ist sie noch lange nicht in Sicht.
Der Spielbericht zum Heimspiel gegen den SC Freiburg:
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