





Challenge bestanden: Dank einer energischen Vorstellung haben die Bayern-Basketballer die stets unangenehme Auswärtsaufgabe in Chemnitz bestanden und durch das 94:72 (42:42) die Tabellenspitze behauptet. Sechs Münchner punkteten vor 5.000 Fans zweistellig, Andi Obst am meisten mit 18 Zählern vor Niels Giffey (15).
Ohne da Silva und Weiler-Babb
Der deutsche Meister kompensierte beim Tabellenfünften, der drei Wochen Spielpause zur Vorbereitung hatte, personelle Schwächungen und matchte die Chemnitzer Härte ab dem zweiten Viertel konsequent.
Neben den Kniepatienten Booker und da Silva kam der FCBB auch ohne Weiler-Babb aus, den der Coach wegen des EuroLeague-Spiels am Donnerstag gegen Roter Stern schonte. Hollatz rückte in die Startfünf, die aber Anlaufzeit benötigte. Auch fünf vergebene Freiwürfe sorgten für ein 12:17 nach dem ersten Viertel.
Niners Chemnitz - FC Bayern Basketball 72:94 (42:42)
FCBB:
Andreas Obst (18 Punkte), Niels Giffey (15, 5 Rebounds), Johannes Voigtmann (13, 5 Rebounds, 5 Assists), Shabazz Napier (11), Carsen Edwards (10), Vladimir Lucic (10, 5 Rebounds), Justus Hollatz (6, 6 Rebounds), Elias Harris (6, 6 Rebounds), Danko Brankovic (5), Onuralp Bitim, Ivan Kharchenkov
Topscorer Chemnitz:
Jacob Gilyard (18 Punkte)
Schiedsrichter
Gentian Cici, Johannes Hack, Adrian Iglesias Ambrosio
Zuschauer
5.000 (ausverkauft)
Edwards dunkt sagenhaft
Ein sagenhafter Edwards-Dunk mit links und Napiers Dreier holten die Bayern auf 19:20 heran, aber Chemnitz schlug zurück mit einem 8:0 (14.). Das Händchen von Obst ermöglichte jedoch den ersten Turnaround zum 36:33 (19.), sieben Dreier im zweiten Abschnitt machten alles wieder offen.
Nach der Pause glänzte der Gast mit einem hochkonzentrierten Vortrag. Nicht nur Edwards setzte die Kollegen ein; Teambasketball und Dreier von Lucic und zweimal Napier sowie Hollatz’ Play stellten auf 76:58 (32.). Nach der Pause ließ der FCBB nur noch 30 Punkte zu.
Die Stimmen:
Gordon Herbert, Cheftrainer FC Bayern Basketball: „Wir konnten von Glück sagen, dass wir nach dem ersten Viertel nur mit fünf zurücklagen und es ausgeglichen war zur Halbzeit. Chemnitz war das bessere Team, aber mir hat trotzdem unsere Physis gefallen. Wir haben nicht gut gespielt, aber physisch, denn wir wussten, dass wir ihre Physis matchen mussten. Ich denke, die ersten 15 Minuten gehörten zu den besten von uns in dieser Saison.“
Andreas Obst: „Die Energie, die Bereitschaft beim Rebound – wir haben offensiv besser gespielt und den Ball bewegt, das war eine gute Energieleistung, die uns viel Selbstbewusstsein gegeben hat. Wir haben Würfe getroffen, Niels super ins Spiel gebracht, der übernommen hat – eine gute Teamleistung. (…) Nick fehlt auf beiden Seiten des Spielfeldes, aber es war eine super Möglichkeit für Juice, der keine Euroleague spielen darf und zuhause ist, dann zum Team stößt, dass er viele Minuten geht und ein bisschen übernimmt. Es ist nicht einfach, aber er geht das mit viel Leichtigkeit und Selbstbewusstsein an, versucht zu führen und das macht er super, so dass Nick sich etwas ausruhen konnte. (…) Wir müssen alle mehr Minuten gehen, mehr Sachen machen, die wir sonst nicht so machen würde, das verlangt uns Energie ab. Aber wir müssen jeden Spieler ins Boot kriegen, Kleinigkeiten aufs Feld kriegen, Energie, Rebounds holen, auch mal ein hartes Foul geben, das sind die Dinge, die sehr wichtig sind. Auch die, die später aufs Feld gekommen sind und nicht viel gespielt haben, waren fokussiert und haben dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt.“
Niels Giffey: „Wir wollen mit viel Energie ins dritte Viertel kommen, das ist manchmal wirklich tough. Du hast dich in der ersten Halbzeit rangekämpft, dann fällt in der letzten Sekunde noch was. Dann den Fokus hochhalten, das war unser Ziel. (…) Der Wunsch ist, in der EuroLeague in die Playoffs zu kommen, das ist erreichbar. Wir sind in einer Situation, wo wir es in der eigenen Hand haben. Wir müssen jetzt von Tag zu Tag schauen – eine Floskel, aber es stimmt halt auch, es bringt nichts einen Monat vorauszuschauen. Erstmal gucken was morgen ist. Morgen ist hoffentlich erstmal ein off-day.“
Die nächsten Spiele des FCBB:
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Donnerstag, 6. März, 20.30 Uhr: 28. EuroLeague-Spieltag, FCBB – Roter Stern Belgrad (SAP Garden)
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Sonntag, 9. März, 18 Uhr: 23. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – MLP Academics Heidelberg (BMW Park)
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Dienstag, 11. März, 20 Uhr: 17. easyCredit BBL-Spieltag, Bamberg Baskets – FCBB
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Freitag, 14. März, 20. 30 Uhr: 28. EuroLeague-Spieltag, FCBB – Anadolu Efes Istanbul (SAP Garden)
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Montag, 17. März, 20 Uhr: 14. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – Ratiopharm Ulm (BMW Park)