





Number one: Die Bayern-Basketballer gewinnen die Bundesliga-Hauptrunde, das steht bereits nach dem 31. Spieltag fest. Der Deutsche Meister um Svetislav Pesic besiegte seinen ersten Verfolger aus Berlin in einem erst gutklassigen, dann hochspannenden Topspiel 85:79 (42:37) und hat damit das Heimrecht in allen möglichen Runden in den Playoffs 2026 (ab 17. und 19. Mai im SAP Garden) sicher.
Sonntag gegen Vechta
Vor 11.500 Fans in der ausverkauften Olympiaparkhalle erdrückten die Bayern um Andi Obst (18) die Gäste im letzten Viertel mit viel Intensität, ehe man es in der finalen Minute fast noch spannend machte. Die kämpferischen Gäste gewannen das Reboundduell allzu deutlich, doch der FCBB glänze mit 44 Prozent Dreiern (14/32). Schon am Sonntag (16.30 Uhr) geht es gegen Vechta weiter, dann im BMW Park.
FC Bayern Basketball - Alba Berlin 85:79 (42:37)
- Topscorer FCBB:Andreas Obst (18 Punkte), Xavier Rathan-Mayes (12, 5 Rebounds, 5 Assists), Oscar da Silva (10, 6 Rebounds), Johannes Voigtmann (9, 5 Rebounds), Neno Dimitrijevic (9, 6 Rebounds, 5 Assists), David McCormack (8), Justinian Jessup (8), Niels Giffey (5), Isiaha Mike (3), Vladimir Lucic (3), Elias Harris, Leon Kratzer (n.e.)
- Topscorer Berlin:Malte Delow (15 Punkte)
- SchiedsrichterRobert Lottermoser, Kristaps Konstantinovs, Benedikt Loder
- Zuschauer11.500 (ausverkauft)
Coach Pesic beließ Playmaker Hollatz draußen wegen dessen Schulterprellung, dafür stand Routinier Harris nach 331 Tagen Zwangspause erstmals wieder im Kader. Den Aufbau übernahm zunächst Dimitrijevic.
Voigtmann verändert das Spiel
Viel Energie und Rebounds, aber ebenso einige Flüchtigkeitsfehler auch bei der Wurfauswahl prägten die Münchner Anfangsphase. Dreier von Mike und Lucic zum 15:13 waren Blaupausen für mehr Zielstrebigkeit (7.). Zwei zauberhafte Dunk-Plays von Jessup und Voigtmann sowie Giffeys Dreier brachten richtig Leben in die brodelnde Hütte (22:21/10.). Berlin hielt noch seinen Gameplan durch und reboundete effektiver, vor allem am offensiven Brett - doch mit Voigtmanns Hereinnahme öffnete sich der Court für die Bayern. .
Jessups Dagger
Und als Obst seinen ersten Dreier versenke, bat Alba um Timeout, 36:28 (16.). Half nix, noch zweimal Europas bester Shooter, 42:31 (18.). Bis zur Pause wurde jedoch etwas zu sehr forciert: nur plus fünf und 15:25 Rebounds.
Mehr als vier Minuten ohne einen Punkt für Bayern, immerhin sechs für Berlin - es sollte wohl unbedingt wieder ein enges Spiel werden nach der Halbzeit (42:43). Bayern bewegte den Ball schlechter als der Gast, der aber mit dem vorletzten Buzzer das 56:56 durch Mayes‘ Dreier kassierte (30.).
Das Schlussviertel, zur Mitte zeigte sich Mayes (12 Punkte) nervenstark und dann auch als Passgeber auf Voigtmann (9) - ein umjubelter Dreier des Nationalspielers zum 70:63 (35.). Mit Playoff-Intensität kämpfte sich der Titelverteidiger ins Finale und führte 80:71. Die letzten Fehler vor Jessups Dagger zum 83:77 (0:31) werden Pesic als Anschauungsmaterial fürs nächste Meeting dienen. Wie praktisch.
Die Stimmen:
Svetislav Pesic, Chefcoach FC Bayern Basketball: „Es war ein exzellentes Spiel, für mich eines der besten bisher in der Bundesliga – vor allem dank Alba. Großer Respekt, wie sie heute gespielt haben. Wie alle Trainer ist keiner happy, wenn sein Team 17 Ballverluste hat und verliert. Doch in einem Spiel mit so hoher Intensität gehört das eben zum Basketball dazu.
Gratulation an mein Team, denn wir haben speziell im letzten Viertel einen Weg gefunden. Wir konnten das Spiel nicht richtig beenden, aber wir haben die Ruhe bewahrt; wir wussten im letzten Viertel, wie wir attackieren wollten. Und im letzten Viertel konnten wir doch den besten Teil des Alba-Spiels heute eliminieren, ihren Offensivrebound. Sie haben nach offensiven Rebounds 21 Punkte gemacht, das verdient großen Respekt. Wir müssen daraus lernen, was uns in den Playoffs erwartet. (…) Aus diesem Spiel können wir viel lernen.“
Pedro Calles, Chefcoach ALBA BERLIN: „Glückwunsch an Bayern zum verdienten Sieg. Ich denke, der Schlüssel war die Anzahl unserer Turnover, das ist uns trotz der guten Energie zu oft passiert. Auch die Quote der Bayern bei den Dreiern von mehr als 40 Prozent war entscheidend. Trotz der Niederlage hat mir der Teamspirit und der Zusammenhalt gefallen, und wie wir gekämpft haben, nachdem wir mit zehn zurücklagen. Wir haben es auch im letzten Viertel noch einmal geschafft, zurück ins Spiel zu kommen“
Xavier Rathan-Mayes: „Es ist eine Rivalität, es gibt viel Geschichte, eine ausverkaufte Halle, da haben beide Teams Druck. Es war ein wichtiger Sieg, wir gehen in die richtige Richtung vor den Playoffs. (…) Wir haben Stops bekommen. Sie haben einen guten Job beim Offensivrebounds gemacht. Als wir dann da Stops bekommen haben, in die Transition gekommen sind, haben wir Punkte gemacht. (…) Wir hatten eine Schwächephase vor ein paar Wochen, als wir ein paar Spiele verloren haben. Aber jetzt spielen wir guten Basketball. Den willst du dann spielen, wenn es in die Playoffs geht. Wir konzentrieren uns immer auf das nächste Spiel und hoffentlich machen wir so weiter bis zu unserem endgültigen Ziel, der Meisterschaft.“
Oscar da Silva: „In der zweiten Halbzeit hat man eine kleine Welle von uns gespürt, wir haben wichtige Würfe von außen getroffen, defensiv besseren Zugriff gehabt. Der ist uns in den letzten zwei, drei Minuten leider nochmal etwas abhanden gekommen. Als uns Einzelaktionen wieder rangebracht haben, haben wir dann das Momentum aufrecht erhalten bis zum Ende. (…) Wir haben generell am defensiven Brett noch Arbeit zu tun. Wir wussten, dass Alba über die Rebounds ins Spiel kommt und haben trotzdem zu viele zugelassen meiner Meinung nach. Da werden wir für die Playoffs in jedem Fall noch einmal einen Zahn zulegen müssen. (…) Für unsere eigenen Ansprüche ist es wichtig, Erster zu sein. Wir möchten die Saison so gut wie möglich beenden und den Schwung mit in die Playoffs nehmen. (…) Wir haben einen Anspruch an uns selber und an das Team. Wir versuchen uns schon einige Wochen über die Spiele in der BBL und in der Euroleague, die wir gehabt haben, da ranzuarbeiten. Das ist eine Gewohnheit, die man trainieren kann und die wir mit in die Playoffs nehmen wollen. Wenn wir den Rest der Saison mit Ernsthaftigkeit angehen, werden wir auch die Playoffs mit Ernsthaftigkeit angehen - und dann haben wir auch den Kader, um die Meisterschaft zu holen.“
DIE NÄCHSTEN SPIELE DES FCBB:
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SO., 3. Mai, 16:30 Uhr: 32. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – SC Rasta Vechta (BMW Park/DYN)
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DO., 7. Mai, 18:30 Uhr: 33. easyCredit BBL-Spieltag, MHP Riesen Ludwigsburg – FCBB
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SO., 10. Mai, 16:30 Uhr: 34. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – EWE Baskets Oldenburg (BMW Park)
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SO., 17 Mai, 16:30 Uhr: Playoff-Viertelfinale 1, FCBB – tbd (SAP Garden)
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DI., 19. Mai, 20:30 Uhr: Playoff-Viertelfinale 2, FCBB – tbd (SAP Garden)