





Drei knifflige Spiele in fünf Tagen, drei wertvolle Heimsiege: Die Bayern-Basketballer haben nach dem BBL-Erfolg über Berlin eine perfekte Double-Week in der EuroLeague hingelegt und nach Mailand auch Lyon-Villeurbanne bezwungen. Nach dem schwer erkämpften 76:67 (38:30)-Erfolg liegt der Deutsche Meister mit jetzt 16:10 Siegen weiter richtig gut im Rennen um die erhoffte Postseaon-Qualifikation.
FC Bayern Basketball - Asvel Villeurbanne 76:67 (38:30)
FCBB
Obst (15 Punkte), Edwards (14, 6 Assists), Lucic (10, 8 Rebounds), Brankovic (8, 6 Rebounds), Weiler-Babb (7, 7 Rebounds, 3 Steals), da Silva (6), Giffey (6), Voigtmann (6), Harris (4), Napier
Topscorer Villeurbanne
Paris Lee (14 Punkte)
Schiedsrichter
Carlos Peruga, Saso Petek and Huseyin Celik
Zuschauer
11.200 (ausverkauft)
Zum 15. Mal in Serie ausverkauft
Mit Hilfe der 11.200 Fans im auch beim 15. Heimspiel ausverkauften SAP Garden überspielten die Bayern die enormen Strapazen der Woche und Bookers Fehlen mit einer guten Verteidigungsleistung. Beste Werfer: Obst (15), Edwards (14) und Lucic (10/8 Rebounds).
Am Sonntag treten die Bayern beim BBL-Vierten Vechta an. Am Dienstag ist im BMW Park ab 20 Uhr gegen Frankfurt die Generalprobe des Titelverteidigers für die Pokalendrunde am folgenden Wochenende in Weißenfels.
Input von der Bank
Booker saß zwar wieder draußen, dafür kehrte Napier etwas überraschend zurück nach drei Wochen Verletzungspause (gut, denn Weiler-Babb spielte trotz Mageninfekts). Es entwickelte sich, wie neulich bei der Niederlage gegen Bologna, ein unkonventionelles Duell mit einem Team, das nichts mehr zu verlieren hat. Lyon scorte am Brett und im Tempo, Bayern musste sich noch sortieren (18:18/9.).
Der Input kam erneut von der Bank: Brankovic, Obst sowieso, Giffey und Harris erhöhten auf 36:20 (17.), die Defense packte prima zu. Lässigkeiten werden aber auf diesem Niveau bestraft, der Vorsprung schmolz mit dem Buzzer-Treffer der Franzosen zur Pause auf unten zehn.
Die zweite Hälfte begann man wieder konzentrierter, jetzt fielen auch Dreier, Obst und Weiler-Babb - 54:36 (27.). Im letzten Viertel versuchte Asvel alles (67:61/38.) und dem FCBB schwanden die Kräfte, aber Lucics Assist auf Voigtmann zum 71:61 war der Dagger.
Die Stimmen:
Gordon Herbert: "Drei Siege gegen drei EuroLeague-Teams in fünf Tagen, das ist großartig. Ein riesiges Lob an unsere Spieler, sie waren heute resilient; wir hatten einige mit Verletzungen und krank, aber die Jungs haben sich durchgekämpft. Sie haben eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gezeigt. Ich möchte auch unseren Fans danken, wieder ausverkauft, dreimal in fünf Tagen, es könnte nicht besser sein und wir haben einfach eine tolle Unterstützung. Es war nicht unser bestes Spiel, aber ein Zeichen für ein gutes Team ist, wenn du nicht so gut spielst und dennoch gewinnst. Mir hat der Kampf in der Defense gefallen, zum zweiten Mal hintereinander hatte der Gegner nur 70 Punkte oder weniger, da soll unsere DNA sein. (…)
Ich bin wirklich stolz auf die Spieler, den Staff, die Organisation. Wir hatten ein hartes Spiel gegen Bologna, danach haben wir vier Spiele hintereinander gewonnen. Ich bin stolz, wie sie reagiert, den Kopf oben gehalten haben. Jetzt kommt eine Pause (…), aber dann haben wir zwei BBL-Spiele und den Pokal. (…) Unser Ziel, das der Spieler ist, in die Playoffs zu kommen, unter die Top6. Die Dinge sind in unseren Händen und es ist wichtig, ein Spiel nach dem anderen anzugehen, uns auf das zu fokussieren, was wir kontrollieren können.(…)
Dass wir nach Lucics Rückkehr alle sechs Spiele gewonnen haben, ist eine Koinzidenz. (…) Was wirklich positiv war in dieser Saison, ist, dass wir zusammengeblieben sind, als Niels und Vladi draußen waren. (…) Dass Bitim nicht spielt, ist nichts Persönliches, ich kann nur nicht jeden happy machen. Wer nicht spielt, sollte auch enttäuscht sein. Es müssen nur alle verstehen, dass es ein Teamspiel ist; auch Ivan hat einige Spiele nicht gespielt. (…) Doch wenn du mit elf oder zwölf spielst, verlieren deine besten Spieler den Rhythmus. Ich hoffe, er bekommt jetzt am Wochenende oder nächste Woche eine Möglichkeit zu spielen."
Johannes Voigtmann: "Es war offensiv nicht das beste Spiel von uns. Wir haben ein bisschen gebraucht, um warm zu werden. In der ersten Halbzeit haben wir genau wie Asvel viele offene Würfe nicht getroffen. Das hat uns im Spiel gehalten, unsere Verteidigung war nicht wirklich gut. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann deutlicher gestalten können; am Ende wurde es nochmal bisschen eng. Sie haben sehr viel Qualität und wenn sie ein bisschen ins Rennen kommen, wird es gefährlich. Wir haben es dann ganz entspannt über die Bühne gebracht. (…) Wir haben auch gute andere Leute, den den Ausfall von Devin kompensieren können. Danko hat eine sehr, sehr gute Woche gespielt. (…) Lucic ist ein absoluter Teampsieler. Für uns ist es natürlich superwichtig, einen solchen Spieler wieder dabei zu haben."
Andreas Obst: "Wir haben zwei ordentliche Halbzeiten gespielt, Asvel war aber immer da und hat nie aufgegeben. Es ist hart, gegen sie zu spielen, weshalb wir bis zum Ende fokussiert bleiben mussten. Ich versuche meine Würfe zu treffen und heute habe ich auch ein paar einfache liegen lassen. Am Ende haben mir die Jungs geholfen, dass ich noch ein paar Würfe getroffen habe."
Nick Weiler-Babb: "Wir hatten keine gute erste Halbzeit, sie hatten zu viele offene Würfe, die sie einfach nicht getroffen haben. Zur zweitem Halbzeit sind wir rausgekommen und wollten bessere Defense spielen und uns mehr in der Offense bewegen; das hat uns geholfen. Sie sind ein starkes Team mit vielen großartigen Spielern. Sie haben sich sehr zum letzten Jahr gesteigert."
Die nächsten Spiele des FCBB
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Sonntag, 9. Februar, 15 Uhr: 17. easyCredit BBL-Spieltag, Rasta Vechta – FCBB
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Dienstag, 11. Februar, 20 Uhr: 18. easyCredit BBL-Spieltag, FCBB – Skyliners Frankfurt (BMW Park)
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Samstag, 15. Februar, 16 Uhr: Pokal-Halbfinale, Syntainics MBC – FCBB (in Weißenfels)