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Reaktionen zum Abschied von Uli Hoeneß

Am Freitagabend wird sich Uli Hoeneß nach knapp 50 Jahren aus dem deutschen Fußball zurückziehen. Rund ein halbes Jahrhundert war der gebürtige Ulmer in verschiedenen Positionen Teil des FC Bayern und wurde damit ein prägendes Gesicht des Rekordmeisters. Seine Arbeit beschränkte sich jedoch nicht nur auf München. „Er hat in Deutschland im Fußball-Bereich die Richtung angegeben“, lobt beispielsweise Ottmar Hitzfeld, der mit den Bayern 2001 die Champions League gewann. „Er hat natürlich den deutschen Fußball so geprägt wie kaum ein anderer“, betont auch Bundestrainer Joachim Löw. fcbayern.com hat weitere Stimmen zum Abschied der Bayern-Legende gesammelt.

Die Stimmen im Überblick

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern): „Wenn man ein Problem hat und in der Tinte sitzt, ist er für einen da. Diesen Job als Manager und Vorstand beim FC Bayern kannst du nicht auf einer Uni lernen. Uli kann stolz auf sein Werk sein.“

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Franz Beckenbauer (Ehrenpräsident FC Bayern): „Ich weiß noch gut, als Uli, Karl-Heinz Rummenigge und ich während meiner Zeit als Präsident auf der Tribüne saßen. Wie die drei von der Tankstelle. Gefiel mir ein Spiel nicht, fing ich an, die Spieler in Gedanken zu verkaufen. Aber nach dem Abpfiff hat er mich immer runtergekühlt. Hoeneß hat praktisch alle wieder eingestellt. Der FC Bayern, das ist seine Familie. Die Spieler sind seine Kinder. Ich wünsche Uli alles Gute und Gesundheit – aber er hat die letzten 50 Jahre gut überstanden, er wird auch die nächsten 50 Jahre überstehen.“

Jupp Heynckes (Ehemaliger Trainer FC Bayern): „Freundschaft kann keine Einbahnstraße sein. Sie besteht vor allen Dingen aus Vertrauen. Ich vertraue Uli Hoeneß – und umgekehrt genauso. Ich mag den Menschen. Wenn er für den FC Bayern agiert, kennt er fast keine Freundschaft. Das muss man wissen. Er ist die DNA des FC Bayern. Nie einen Schritt zurück, immer zwei nach vorne. Und immer erfolgreicher. Er ist der erfolgreichste Manager der Welt.“

Sepp Maier (Torwart-Legende FC Bayern): „Der blonde Engel. Jetzt haben wir auch einen blonden Engel – der Uli hat nett ausgeschaut. Aber wenn er ins Laufen gekommen ist, hat ihn keiner aufgehalten. Wie ein Rugbyspieler, wie eine Walze. Beim Kopfball hatte er immer um seine Locken Angst, dass die verbogen werden. Wenn ich 100 oder 110 Jahre alt werde, habe ich das nur Uli Hoeneß zu verdanken. Ohne ihn wäre ich mit 35 schon nimmer da.“

„Was er geschaffen hat, ist ein Märchen.“

Ottmar Hitzfeld

Paul Breitner (Legende FC Bayern): „Das Einzige, das ich zum Abschied von Uli Hoeneß sagen möchte - unabhängig von allen persönlichen Unstimmigkeiten - ist: Er ist der einzige Fußballmacher, den ich auf die Stufe mit Santiago Bernabéu stelle. Das, was Uli Hoeneß für den FC Bayern geleistet hat, ist großartig - eben das, was auch Santiago Bernabéu für Real Madrid vollbracht hat.“

Philipp Lahm (Legende FC Bayern): „Uli Hoeneß war immer ein Bauchmensch, der jetzt das Gefühl hat, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um loszulassen. Uli Hoeneß hat den FC Bayern wie ein Familienunternehmen geführt. Es wird eine große Ära zu Ende gehen, aber auch eine neue starten.“

Ottmar Hitzfeld (ehemaliger Trainer des FC Bayern): „Was er geschaffen hat, ist ein Märchen. Man kann das gar nicht hoch genug einschätzen. Uli war als Manager oder Präsident immer omnipräsent. Er hat in Deutschland im Fußball-Bereich die Richtung angegeben. Er war immer ein Vorreiter für ganz viele Vereinslenker. Ich glaube, dass man jetzt noch gar nicht richtig abschätzen kann, was dem deutschen Fußball ohne ihn alles fehlen wird.“

Louis van Gaal (ehemaliger Trainer FC Bayern): „Wir hatten unsere Auseinandersetzungen, aber ich möchte Ihnen zu Ihrem Abschied auch sagen, dass Sie eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte des FC Bayern sind, und für Ihre Lebensleistung schätze ich Sie sehr. Sie haben Ihren FC Bayern zu diesem großen und strukturierten Verein gemacht, der er heute ist. Chapeau!“

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Emotionale Abschiede: Wenn große Spieler oder Trainer gehen, fließt auch schon mal die ein oder andere Träne – so wie hier beim Ende der zweiten Amtszeit von Ottmar Hitzfeld.

Dieter Hoeneß (Bruder): „Dass er nach 40 Jahren Wirken im Verein nicht so einfach komplett loslassen kann, wissen wir alle. Unglaublich, welches Lebenswerk er hinterlässt. Dass jemand einen Verein so erfolgreich so lange prägt, wird es nicht mehr geben.“

Günter Netzer (langjähriger Weggefährte): „Uli war nicht nur ein Renner, wo man sagte: Lass ihn rennen, da kommt sowieso nicht mehr dabei raus. Er war ein sehr guter Fußballer. Ich war immer sehr dankbar, wenn er mit mir auf dem Platz war. In der damaligen Zeit haben wir nur wenige Chorknaben gehabt. Und Uli war keiner. Herzblut ist das A und O bei ihm. Anders sind 49 Jahre solches Engagement nicht zu erklären. Herzblut ist sein wichtigster Baustein. Mir imponiert, dass er so lange durchgehalten hat. Es ist für mich ein Wunder. Da scheidet ein wirklich ganz großer Mann aus dem deutschen Fußball. Sein Lebenswerk ist grandios. Für mich ziemlich einmalig.“

Joachim Löw (Bundestrainer): „Er hat natürlich den deutschen Fußball so geprägt wie kaum ein anderer. Seine Bedeutung ist riesengroß gewesen. Was er bei Bayern München bewegt hat und an Erfolgen eingeheimst hat, ist schon einmalig.“

Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund): „Wir beiden haben es uns gegenseitig oft nicht leicht gemacht. Und doch bin ich überzeugt, dass aller unterschiedlichen Auffassungen zum Trotz der Respekt füreinander stets vorhanden war. Eine Zeitstrecke von 40 Jahren als Manager bzw. Präsident des FC Bayern München so zu prägen, wie Sie es getan haben, ist absolut außergewöhnlich!“

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Dietmar Hopp (TSG 1899 Hoffenheim): „Eine der positiven Eigenschaften, die ich neben seiner Leidenschaft und Menschlichkeit an Uli Hoeneß schätze, ist, dass er völlig uneitel ist. Und genau das ist eine Grundvoraussetzung dafür, das loslassen zu können, was man lange entscheidend mitgestaltet, ja in seinem Fall sogar aufgebaut hat.“

Christian Seifert (Sprecher DFL-Präsidium): „Über fünf Jahrzehnte hinweg war Uli Hoeneß ein fester und prägender Bestandteil der Bundesliga. Hier feierte er als Spieler, Sportmanager und Vereinspräsident Erfolge auf höchstem sportlichen Niveau und stand dabei immer auch medial im Fokus. Durch seinen Rückzug vom Präsidentenamt des FC Bayern München gewinnt Uli Hoeneß Zeit für seine Familie und Privates, das gönne ich ihm nach all den Jahren im Rampenlicht von Herzen.“

Gianni Infantino (FIFA-Präsident): „Uli Hoeneß ist eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Fußballs. Als Spieler begeisterte er mit seiner Leidenschaft und seinen Toren eine ganze Generation von Fans. Er war in verschiedener Hinsicht ein Pionier, der den FC Bayern weiterentwickelte und als weltweit angesehenen Verein etablierte.“

Christoph Daum (ehemaliger Bundesliga-Trainer): „Du warst nie artig, aber stets einzigartig. Du bist nicht als Sieger oder als Attackierer auf die Welt gekommen, doch Dein Gerechtigkeitsgefühl, Deine Fürsorge und Dein Wille haben Dich zum Lokomotivführer des Fußballs auf und außerhalb des Spielfeldes geformt.“