

Es ist vollbracht: Die FC Bayern Frauen krönen eine nahezu makellose Spielzeit 2025/26 und sichern sich auch in dieser Saison die Deutsche Meisterschaft. Der 3:2-Erfolg beim 1. FC Union Berlin besiegelte den achten Meistertitel der Vereinsgeschichte. fcbayern.com blickt zurück auf die prägenden Meilensteine und Schlüsselmomente auf dem Weg zur vierten Meisterschale in Serie.
Mit Rekordkulisse in eine historische Saison
Schon der Saisonauftakt ließ keinen Zweifel daran, wohin der Weg der Münchnerinnen führen würde: Vor einer historischen Rekordkulisse im deutschen Frauen-Vereinsfußball von 57.762 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Allianz Arena legte die Elf von Cheftrainer José Barcala mit einem 2:0-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen den Grundstein für die Mission Titelverteidigung.
Ein Doppelschlag binnen weniger Augenblicke brachte die Allianz Arena förmlich zum Beben: Neuzugang Vanessa Gilles und Klara Bühl sorgten mit ihren Treffern für den perfekten Start in die Spielzeit 2025/26. „Jeder träumt davon, vor einer solchen Kulisse zu spielen“, schwärmte Torschützin Gilles im Anschluss an die Partie. Der Auftakt war geglückt, und die Münchnerinnen sollten noch lange nicht genug haben.

Tabellenführung in Wolfsburg eindrucksvoll zurückerobert
An Spieltag sechs reisten die Münchnerinnen zur ersten echten Standortbestimmung der Saison zum Tabellenführer nach Wolfsburg. Die Vorzeichen schienen dabei alles andere als ideal: Nur wenige Tage zuvor hatte die deutliche Niederlage in Barcelona einen spürbaren Dämpfer gesetzt. Die Antwort folgte dann aber auf dem Platz, klar und unmissverständlich: Mit einem souveränen 3:1-Sieg setzten die FC Bayern Frauen ein starkes Zeichen. Bühl brachte ihr Team verdient in Führung, Momoko Tanikawa erhöhte mit einem sehenswerten Treffer, und in der Nachspielzeit sorgte Alara für die endgültige Entscheidung. Mit diesem Ausrufezeichen im Spitzenspiel manövrierten sich die amtierenden Doublesiegerinnen zurück an die Tabellenspitze – einen Platz, den sie seit diesem Gipfeltreffen nicht mehr hergaben.

Offensivmaschine FC Bayern Frauen
Im Anschluss an den Triumph über die Wölfinnen gerieten die FC Bayern Frauen in einen regelrechten Offensivrausch. Zwischen dem siebten und 13. Spieltag brannte die Angriffsreihe um Bühl, Harder, Dallmann und Co. ein wahres Feuerwerk ab und stellte ihre geballte Offensivpower eindrucksvoll zur Schau. Sowohl gegen Köln, Essen, Nürnberg, Union Berlin, Hoffenheim, Frankfurt als auch den Hamburger SV ließen die Bayern nichts anbrennen. In jeder dieser Partien erzielten die Münchnerinnen mindestens vier Treffer und setzten damit Woche für Woche neue Duftmarken.

Torspektakel in Frankfurt
Zu diesen torreichen Galavorstellungen zählte auch das eben genannte Spitzenspiel bei Eintracht Frankfurt. In der Mainmetropole glänzte die Barcala-Elf, dominierte das Geschehen von Beginn an und baute ihre beeindruckende Serie mit einem souveränen 5:0-Sieg auf wettbewerbsübergreifend elf Erfolge in Serie aus. Geburtstagskind Bühl brachte die Gäste bereits nach zwölf Minuten in Führung, ehe ein Doppelschlag kurz vor der Pause die Weichen endgültig stellte: Jovana Damnjanović und Harder sorgten mit ihren Treffern für eine komfortable Halbzeitführung.
Auch nach dem Wiederanpfiff bot sich im Stadion am Brentanobad ein ähnliches Bild: Die Doublesiegerinnen drückten der Partie klar ihren Stempel auf, ließen defensiv so gut wie nichts zu und spielten ihre Offensivstärke konsequent aus. Mit dem frühen Treffer von Damnjanović kurz nach dem Seitenwechsel war die Begegnung praktisch entschieden, doch die Gäste hatten noch nicht genug. Alara setzte mit dem 5:0-Endstand den Schlusspunkt unter eine Partie, die in ihrer Klarheit und Dominanz sinnbildlich für die Bayern-Spielzeit stand.

Statement-Sieg im Gipfeltreffen
Mit dem 4:1-Heimsieg im Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg bogen die Tabellenführerinnen aus München endgültig auf die Zielgerade zur vierten Meisterschaft in Folge ein. Dabei sah es vor allem in der ersten Halbzeit zunächst nicht danach aus: Nach dem frühen Gegentreffer von Kessya Bussy liefen die FC Bayern Frauen bis zur Pause einem Rückstand hinterher und mussten Geduld, Stabilität und Nervenstärke beweisen.
Nach dem Seitenwechsel jedoch kippte die Partie eindrucksvoll zugunsten der Gastgeberinnen, es wurden die Minuten der Jovana Damnjanović. Innerhalb von zwei Zeigerumdrehungen schnürte die Serbin einen Doppelpack und drehte das Gipfeltreffen nahezu im Alleingang. Die Treffer von Stanway und Bühl untermauerten das Kräfteverhältnis nach der Pause und sicherten die wichtigen drei Punkte gegen die direkten Verfolgerinnen aus Wolfsburg. Nach diesem Duell betrug der Vorsprung der FCB-Frauen auf die Wölfinnen bereits 14 Punkte.

Makellos durch den März
Ohne Gegentreffer durch den März – der Zug der FC Bayern Frauen rollte auch im Frühjahr unaufhaltsam weiter! Trotz der hohen Belastung mit dem DFB-Pokal-Auftritt in Hamburg und dem intensiven Viertelfinal-Hinspiel bei Manchester United präsentierte sich die Mannschaft in der Bundesliga voller Konzentration. Keine Spur von Müdigkeit, keine Anzeichen von Nachlässigkeit.
In Köln legte die Barcala-Elf mit einem souveränen 3:0 den Grundstein für einen perfekten März, in Essen folgte mit einem beeindruckenden 5:0 ein weiterer ungefährdeter Sieg, und zuhause gegen Nürnberg wurde mit einem konzentrierten 2:0 der starke Lauf eindrucksvoll bestätigt. In all diesen Partien blieb das Tor der Münchnerinnen unangetastet, kein einziger Gegentreffer, dafür Spielkontrolle über weite Strecken und immer wieder fein herausgespielte Chancen. So wuchs das ohnehin schon überragende Torverhältnis auf beinahe unwirkliche 81:6 Treffer an – und das nach gerade einmal 21 Saisonspielen.

Meister in der Hauptstadt
Mission erfüllt! Am 23. Spieltag war es schließlich so weit: Mit einem hart erarbeiteten 3:2-Auswärtssieg beim 1. FC Union Berlin krönten sich die Münchnerinnen erneut mit der Deutschen Meisterschaft. Imade brachte die FCB-Frauen früh in Führung, Union glich durch Sophie Weidauer aus. Im zweiten Spielabschnitt sorgte Barbara Dunst mit ihrem Treffer für die vermeintliche Entscheidung in der Hauptstadt, aber die Heimelf kam durch Lia Kamber noch einmal zurück. Doch das letzte Wort hatte die eingewechselte Giulia Gwinn, die mit ihrem Treffer zum 3:2-Endstand den Sieg und die damit verbundene Meisterschaft besorgte.

Damit setzten die Bayern nicht nur vorzeitig den Schlusspunkt unter eine herausragende Bundesliga-Saison, sondern stellten mit 19 Bundesliga-Siegen in Folge auch noch einen vereinsinternen Rekord auf. Lediglich zwei Punktverluste mussten die Münchnerinnen auf dem Weg zum Titel hinnehmen – beim Remis gegen Jena in der Hinrunde – ansonsten gewannen die Bayern jede Partie in meisterlicher Manier. Konstanz, Entschlossenheit und eine beeindruckende mentale Stärke prägten ihren Weg durch die Spielzeit. So stand bereits im April ein mehr als verdienter achter Meistertitel der Vereinsgeschichte zu Buche.

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