





Das übergeordnete Ziel ist ohnehin klar, es ist die Meisterschaft und wäre in der 80-jährigen Historie der Bayern-Basketballer erstmals die dritte in Serie – der Threepeat. Was die Herren aber im Detail anstreben schon in den ersten beiden Finalspielen gegen Alba Berlin am Freitag (20.30 Uhr/DYN) und Sonntag (15.30 Uhr/jeweils SAP Garden), hat der bisherige Playoff-Topscorer der Münchner in der aktuellen Medienrunde mitgeteilt. „Wir wollen noch einmal“, sagte Oscar da Silva (14,3 PpS) – „unseren besten Basketball spielen.“
Berlin zweimal in Spiel 5 zum 3:2
Dass diese Best-of-five-Serie enger wird als die beiden ersten K.o.-Runden gegen Trier und Bonn (jeweils 3:0), ist im Münchner Lager angekommen. Denn mal abgesehen von der Rivalität der beiden erfolgreichsten Klubs der letzten Dekade hat Alba mit seiner überzeugenden Vorstellung im fünften Halbfinale gegen Bamberg (97:66) unfreiwillig noch einmal die Aufmerksamkeit erhöht beim Titelverteidiger.
„Sie haben Charakter gezeigt und einen soliden Playoff-Run gehabt“, sagte Kapitän Vladimir Lucic. „Sie haben gegen Vechta geantwortet und wie sie das fünfte Spiel gegen Bamberg gespielt haben, zeigte uns, dass wir einen schweren Gegner in den Finals haben werden.“ Auch Pesic zollt dem Herausforderer Respekt, nachdem Berlin zweimal ein welliges 3:2 zum Finaleinzug feierte: „Sie haben Bamberg deklassiert. Das hat mich ein bisschen überrascht, dass Bamberg einfach nicht im Spiel ankam. Alba hat von Anfang an sein Spiel durchgesetzt und alle drei Spiele zuhause dominiert. Sie haben es versucht, aber es war nicht Bambergs Tag.“
Playmaker Hermannsson im Fokus
Bayern und Berlin kennen sich ausreichend, obwohl sich die alten Bekannten diese Saison aufgrund von Albas Rückzug aus der EuroLeague bisher nur zweimal begegneten (81:67 im Oktober in Berlin und 85:79 am 1. Mai).
Pesic analysiert: „Sie spielen viel Transition, mit viel Laufen und dem direkten Basketball, nicht nur durch Außenspieler, sondern auch Inside. Und eine gute Transition-Mannschaft ist immer auch gut beim Offensivrebound. Unser erster Fokus ist also, so wenig Fastbreak-Punkte wie möglich zu erlauben und ihren offensiven Rebound zu kontrollieren. (...) Das sollte unser Fokus sein, denn Alba ist eine Mannschaft, die nicht aufgibt. Egal, wie das Resultat ist, sie spielen weiter schnell und sie haben in den fünf Spielen (gegen Bamberg) mehr Dreier geworfen als Zweier.“
Spielbestimmend ist bei Berlin weiterhin Playmaker Martin Hermannsson (11,9 PpS, 5,2 ApS), den diese Saison der ausgeliehene Nationalspieler Jack Kayil (12,5 PpS) als Scorer unterstützt. DBB-Kollege Malte Delow (9,1) und Forward Justin Bean (10,0) sind neben dem Distanzschützen Moses Wood (9,4) und Center Norris Agbakoko (8,7, 4,6 RpS) weitere offensive Optionen. Neu dabei ist seit April der frühere FCBB-Youngster Michael Rataj (2018 – 2021), der sich gleich mit durchschnittlich 9,2 Punkten einbrachte.
Pesic: „Spieler sind in guter Verfassung“
Die Frage ist nun, wie die Bayern aus den Startlöchern kommen nach acht Tagen ohne Playoff-Spiel. Routinier Lucic betont: „In Finals geht es darum, die Energie des Gegners zu matchen, defensive Intensität zu haben und hoffentlich den Heimvorteil in München zu nutzen. In den Finals ist es besonders wichtig, wie du in die Serie startest. Ich hoffe, dass wir nach der Pause mental und physisch in Form sein werden.“ Pesic ist zuversichtlich: „Insgesamt haben wir uns in allen sechs Spielen gut angestellt, trotz der Spielpausen. Aber dafür sind unsere Spieler jetzt alle in einer guten physischen Verfassung und sie sind bereit.“
Der Kader der Bayern erklärt sich wohl wieder von selbst. Andi Obst ist ja zurück nach seinem heftigen Mageninfekt während der beiden letzten Spiele gegen Bonn, so dass Pesic wohl erneut nur auf Center zwischen David McCormack und Wenyen Gabriel (aufgrund der internationalen Spots) zu wählen hat.
Die Stats zu den Playoff-Finals 2026:
- Pflichtspiele: FCBB 81 – Berlin 62
- Punkte pro Spiel: FCBB 88,1 – Berlin 86,1
- Feldquote: FCBB 48,7 % - Berlin 46 %
- Dreierquote: FCBB 37 % - Berlin 33,5 %
- Rebounds: FCBB 39,2 – Berlin 38,8
- Offense-Rebounds: FCBB 11,9 – 12.9
- Assists: FCBB 20,6 – Berlin 19,7
- Ballverluste: FCBB 12,6 – 13,8
Weitere Stimmen:
Oscar da Silva: „Sie wollen über das Tempo kommen und den Spielrhythmus bestimmen. Da wird es für uns durch den Mangel an Spielrhythmus wichtig, sie direkt nicht in ihr Spiel kommen zu lassen und ihre Stärken wegzunehmen. Ich glaube, wir sind eine physischere Mannschaft als Berlin. Insofern wird es wichtig, diese Trümpfe auch auszuspielen und uns gleichzeitig wenig eigene Fehler zu erlauben. Wir hatten in einigen Spielen der Playoffs zu viele Ballverluste und haben zu viele Ballgewinne zugelassen. (…)
Einerseits hast du natürlich weniger Rhythmus, andererseits kannst du dich gut vorbereiten und regenerieren, und für eine Serie ist das auch etwas Positives. Wir haben etwas mehr Zeit gehabt, uns auszuruhen, und für eine Mannschaft mit Spielern, die viel Erfahrung haben, ist das auch ohne Rhythmus in Ordnung so.“
Svetislav Pesic, Cheftrainer FC Bayern Basketball: „Der Fokus ist unser erstes Spiel am Freitag. Aber die wichtigste Sache ist, zu gewinnen – egal wie und egal wann. (…) Berlin hat als Team mehr Kontinuität als Bamberg, mehrere Spieler haben schon letzte Saison dort gespielt. Sie spielen viel Transition, mit viel Laufen und dem direkten Basketball, nicht nur durch Außenspieler, sondern auch Inside. Und eine gute Transition-Mannschaft ist immer auch gut beim Offensivrebound.“
Vladimir Lucic: „Jedes Jahr kommt etwas anderes in den Playoffs, du kannst dich nie auf einen Spielplan einstellen. So, wie es jetzt ist, bringt es das Team, das fünf Spiele hatte, in eine bessere Position. Wir hatten jetzt acht Tage spielfrei, mental und physisch wird das eine Herausforderung. Wir haben das ganze Jahr so viele Spiele und dann acht Tage im Juni keines – das ist ungünstig wie das Wetter gerade hier. Es sollte unser Vorteil sein, wenn wir die Serie in drei Spielen beenden. Doch das können wir am Ende nicht kontrollieren und jetzt müssen wir es einfach besser beginnen als gegen Trier und auch hier gegen Bonn, die auch im Rhythmus waren.
So seid ihr bei den BBL Playoffs 2026 live dabei
Wo läuft das Spiel live im TV?
Die Übertragung des ersten Finals zwischen dem FCBB und Berlin könnt ihr am Freitag ab 20:00 Uhr live bei Dyn verfolgen.
Dyn strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL-Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League, des Europe Cups und der amerikanischen Collegeliga NCAA aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sein werden. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar.
Die entscheidende Phase der Basketball-Saison ist da. Verpasse keine Entscheidung und erlebe alle Spiele im Saisonendspurt live. Den Dyn Playoff Pass gibt es ab 13,50 € im Monat.
Wie kann ich das Spiel in der App verfolgen?
Mit dem Game Center unserer FCBB App verpasst Ihr keinen Moment des Spiels! Durch den Live Game Blog seid Ihr immer zeitgenau informiert und ganz nah dran. Über das Statistik-Center bekommt Ihr das Zahlenwerk übersichtlich aufbereitet und mit der MY PLAYER-Funktion könnt Ihr sogar speziell eurem Lieblingsspieler in Echtzeit folgen – mit individuellen Statistiken und Highlight-Videos. Das ist Euch nicht genug? Nach dem Spiel findet Ihr auf der Website und in der App zudem den Spielbericht, Nachberichte sowie die Highlights.
Was zeigen die Social Media-Kanäle des FCBB vom Spiel?
Bilder aus der Kabine, die Ankunft der Mannschaft in der Arena und das Aufwärmen - bereits vor Tip-Off des Spiels bieten Euch die Social Media-Kanäle des @fcbayernbasketball exklusive Schlüssellochblicke rund um die Mannschaft. Auf WhatsApp bist du so nah dran am Team, wie nirgendwo sonst! Sobald das Spiel läuft, seid Ihr beispielsweise auf X mit Echtzeit-Video-Highlights immer up-to-date. Ihr verpasst sicher keine krachenden Dunks oder wahnsinnige Buzzer-Beater. Und auch nach dem Spiel versorgen wir Euch mit allen wichtigen Infos und Stimmen. Somit seid Ihr immer bestens informiert und ganz nah dran am Team.
DIE PLAYOFF-FINALS 2026 vs ALBA BERLIN (Best-Of-Five):
-
Spiel 1: Freitag, 12. Juni, 20.30 Uhr (SAP Garden/DYN)
-
Spiel 2: Sonntag, 14. Juni, 15.30 Uhr (SAP Garden)
-
Spiel 3: Mittwoch, 17. Juni, 20.30 Uhr (Berlin)
-
opt. Spiel 4: Freitag, 19. Juni, 20.30 Uhr (Berlin)
-
opt. Spiel 5: Sonntag, 21. Juni, 16.30 Uhr (SAP Garden)


