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Freudensprünge, Torfestivals & mehr

Unvergessene Duelle zwischen Bayern und Dortmund

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Eine unvergessene Kung-Fu-Einlage, ein legendärer Pfostenschuss oder Vorentscheidungen im Titel-Kampf – dieses Duell sorgt immer wieder für ganz besondere Geschichten! Am Samstag (18:30 Uhr) ist es wieder soweit. Der FC Bayern empfängt Borussia Dortmund in der Allianz Arena. fcbayern.com blickt auf die spektakulärsten Bundesliga-Duelle und prägnantesten Szenen des Klassikers zurück.

07.04.2001: Kartenflut und Kahns Jubelfaust

Es war ein absoluter Fußball-Fight mit einem unvergesslichen Ende: Am 28. Spieltag 2000/01 reiste der Tabellenführer FC Bayern (49 Punkte) zum Zweiten Dortmund (48) und lieferte sich eine hart umkämpfte Partie. Schiedsrichter Hartmut Strampe zeigte elf Gelbe, eine Gelb-Rote sowie zwei Rote Karten und sorgte so für das kartenreichste Spiel der Bundesliga-Geschichte. Nach Toren von Roque Santa Cruz (6. Minute) und Fredi Bobic (52.) stand es am Ende 1:1 – auch weil ein Freistoß von Tomáš Rosický in der Schlussphase direkt vom Innenpfosten in die Arme des eigentlich schon geschlagenen Oliver Kahn segelte. Die Münchner hielten den BVB so auf Distanz und sicherten sich am Ende der Saison den Titel.

12.09.2009: Ribérys Jubelsprung auf van Gaal

Erst ein Kunstschuss, dann ein ganz besonderer Jubellauf: Beim 5:1 (1:1)-Erfolg der Bayern in Dortmund in der noch jungen Saison 2009/10 räumte Franck Ribéry auf seine eigene unnachahmliche Weise mit den Gerüchten auf, die Chemie zwischen ihm und dem neuen FCB Coach Louis van Gaal stimme nicht. Nachdem der Franzose einen Freistoß zum 3:1 (65.) sehenswert in den Winkel geschlenzt hatte, startete er zu einem Jubellauf an die Seitenlinie und sprang dem niederländischen Fußballlehrer direkt in die Arme. „Franck hat gezeigt, dass er seinen Trainer liebt“, kommentierte van Gaal die Szene später.

06.04.2019: FCB-Gala zum Titelgewinn

Dieses Spiel war vielleicht der entscheidende Schritt auf dem Weg zur Titelverteidigung in der Saison 2018/19. Am 6. April 2019 empfing der FC Bayern die Borussia zum 28. Spieltag in der Allianz Arena und legte eine unglaublich starke Leistung hin. Die Münchner dominierten den damaligen Tabellenführer von Beginn an, führten zur Pause bereits mit 4:0 und feierten letztendlich einen hochverdienten 5:0-Kantersieg. Der FCB zog am BVB in der Tabelle vorbei, drehte das Torverhältnis zu seinen Gunsten und gab die Spitzenposition bis zum Ende nicht mehr ab.

11.04.2012: Rückschlag im Meisterschaftskampf

Diese Niederlage tat weh: Mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten Dortmund hätte der FC Bayern Platz 1 im dramatischen Titelrennen 2011/12 zurückerobern können – doch es kam anders: Beim Stande von 0:1 vergab Arjen Robben kurz vor Spielende einen Strafstoß und musste sich daraufhin zu allem Überfluss noch ein paar nette Worte von Gegenspieler Neven Subotić anhören. Anstatt den Meisterschaftskampf offen zu halten, musste Bayern den BVB in der Tabelle auf sechs Punkte davonziehen lassen und sich am Ende auch nur mit Platz 2 begnügen. Doch Robben wäre nicht die Legende, die er heute ist, wenn er nach diesem Tiefschlag nicht wieder aufgestanden wäre und sich bei Subotić und Co. auf seine Weise – Stichwort: Wembley – revanchiert hätte.  

27.11.1971: Bayern feiert höchsten Bundesliga-Sieg

1971/72 schossen die Münchner den BVB mit 11:1 (4:0) aus dem Stadion – damals noch an der Grünwalder Straße. Die Tore für die Hausherren erzielten Gerd Müller (4), „Bulle“ Roth, Uli Hoeneß (je 2) sowie Franz Beckenbauer, Wilhelm Hoffmann und Paul Breitner. Den Ehrentreffer für den BVB markierte Dieter Weinkauff. Die Partie war ein klarer Fingerzeig, wohin der Weg der beiden Teams in jener Saison gehen würde: Bayern wurde am Ende Meister, während Dortmund zum einzigen Mal aus der höchsten deutschen Spielklasse abstieg.

23.11.2013: Götzes Rückkehr in Rot

Das erste Bundesliga-Duell zwischen den Bayern und Dortmund nach dem Aufeinandertreffen im Champions-League-Finale war für einen Akteur ein ganz spezielles: Mario Götze war nur wenige Monate zuvor von der Borussia an die Isar gewechselt und trat nun erstmals wieder bei seinem Ex-Verein an. Nach einigen Anfeindungen der BVB-Fans hatte es der Angreifer vorgezogen, sich vor seiner Einwechslung im Kabinengang anstatt am Spielfeldrand warm zu laufen, was seiner Leistungsfähigkeit aber keinen Abbruch tat. Nur zehn Minuten stand der spätere Weltmeister auf dem Platz, da schoss ausgerechnet er den FCB mit 1:0 in Führung (66.). Arjen Robben (85.) und Thomas Müller (87.) erhöhten kurz vor Schluss noch zum 3:0-Erfolg des Rekordmeisters.

09.11.2002: BVB-Riese Koller hält den Kasten sauber

Am 12.Spieltag 2002/03 bezwang der spätere Meister FC Bayern den Titelverteidiger aus Dortmund im Spitzenspiel Erster gegen den Zweiten mit 2:1 (0:1). Trotz der BVB-Niederlage trug der Mann des Spiels jedoch schwarz-gelb – zumindest zeitweise. Sturmriese Jan Koller hatte die Gäste zunächst in der 7. Minute in Führung geschossen. Und als Keeper Jens Lehmann in der 67. Minute beim Stand von 2:1 für die Münchner des Feldes verwiesen wurde, musste sich der Tscheche das Torwarttrikot überstreifen, da die Borussia ihr Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte. Koller hielt den Kasten sauber und machte seine Sache so gut, dass er vom „Kicker“ in die Elf des Tages berufen wurde – als Torwart.

03.04.1999: „Kung-Fu-Kahn“ leitet Aufholjagd ein

Wie emotional es in den Duellen zwischen Bayern und Dortmund her ging, bewies Oliver Kahn exemplarisch im April 1999. Beim 2:2-Unentschieden im Westfalenstadion sorgte der Titan vor der Halbzeit für Aufsehen, als er dem herannahenden Stéphane Chapuisat mit ausgestrecktem Bein entgegensprang. Da es aber zu keiner Berührung kam und ohnehin zuvor auf Abseits entschieden worden war, sah Schiedsrichter Bernd Heynemann keinen Grund, Kahn zu verwarnen. Für die bis dahin mit 0:2 in Rückstand liegenden Bayern war es jedoch die Initialzündung zur Aufholjagd: Alexander Zickler (58.) und Carsten Jancker (63.) trafen nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich, Kahn hielt zudem noch in der 77. Minute einen Strafstoß von Lars Ricken und damit den einen Punkt fest.

09.08.1986: Mills legendärer Pfostentreffer

Nach dem 2:2 zwischen den Bayern und Dortmund am 1. Spieltag 1986/87 blickte Udo Lattek nach Abpfiff auf der Pressekonferenz immer noch etwas ungläubig auf die spielentscheidende Szene zurück: „Ich überlege welche Prämie ich ihm geben soll – und ich weiß auch nicht, ob er es annehmen wird“, sagte der damalige FCB-Trainer über den Dortmunder Frank Mill, der sich in der Partie mit einem legendären Fehlschuss in die Bundesliga-Annalen eingetragen hatte. Nachdem der Angreifer Bayern-Schlussmann Jean-Marie Pfaff bereits ausgespielt hatte, traf er statt des leeren Tores aus kürzester Distanz nur den Pfosten – bis heute der vielleicht berühmteste Alutreffer in Deutschlands Eliteliga.

Thomas Müller machte sich Anfang der Woche als Erster an die Vorbereitungen auf das nächste Duell mit den Dortmundern:

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